Refugio

Deutsch & English

www.refugio.berlin

Leben und Arbeiten mit  Ankommern

Im Refugio leben und arbeiten ab Sommer 2015 und auf 5 Etagen Menschen, die ihre Heimat verloren haben oder verlassen mussten, oder die nach neuem Leben und neuen Gemeinschaften suchen.

Wir bieten Zuflucht, Gemeinschaft und Erneuerung für Weltenwanderer aller Kulturen, und fördern uns gegenseitig in unseren einzigartigen Fähigkeiten und Talenten. Das ist der Sharehausgedanke, den wir in Afrika entwickelt und mit neuen Freunden weitergedacht haben.

Im Refugio haben wir ein Coachingprogramm gestartet, bei dem jeder mit Freude Deutsch lernen und gute Arbeit oder sinnvolle Ausbildung beginnen kann. Bewohner verpflichten sich zu einem individuellen Programm, das alle ihre Fähigkeiten und Talente hervorbringen soll, im Haus und im Kiez.

Wir kochen zusammen, teilen Geschichten und Erfahrungen und leben in kreativer Gemeinschaft, in der das Erzählen und Singen, die Kunst und das Theater wichtig sind, und wir eine neue Geschichte vermitteln. Nicht eine des Mitleids oder der Ablehnung, der Krise oder Politik, sondern eine der Freude und des Reichtums, eine persönliche, die ein Chor ist vieler Stimmen.

Wir Bewohner leben privat wie in einer WG für 12-18 Monate und organisieren ein lebendiges Gemeinschaftsleben zusammen. Gemeinsam betreiben wir ein Café, organisieren Events und einen Nachbarschaftsmarkt im großen Saal. Wir entwickeln Co-Working, planen Werkstätten und entwickeln gemeinsam soziale Unternehmen und Netzwerke mit befreundeten Initiativen.

Der neue Dachgarten oder die Stadtführungen werden wie vieles andere wird in Kooperation mit Initiativen aufgebaut, die mit Geflüchteten sinnvoll arbeiten.

Wir entwickeln auch ein Stadtkloster, bei dem Gäste im Haus bei Mediation und Exerzitien  mit uns innere Ruhe und Klarheit finden können, und am gemeinsamen Leben im Haus teilhaben.

Das Refugio ist ein Projekt der Berliner Stadtmission nach Prinzipien des Sharehauses, und ist in der Lenausstrasse 3-4 in Berlin Neukölln.

refugio.berlin@gmail.com

https://www.facebook.com/sharehausrefugio

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Sharehaus Refugio Berlin

Living and working with newcomers

Since summer 2015 we live at the Refugio on 5 floors, people who have lost their homes or were forced to flee, who are looking for a new life and new communities.

The Refugio provides refuge, community and renewal fot wanderers of differnt cultures. At the Sharehaus Refugio we encourage each other to develop our unique skills and talents. That’s the Sharehaus we started in Africa and on which we have been working on for years with growing number of friends.

At the Refugio we are running a coaching program so all can learn German and start a good job or meaningful education as soon as possible. All in the house commit themselves to an individual program to offer their skills and talents, in the Refugio and in the neighborhood.

We cook and eat together daily, we share stories and experiences, and live in a creative community in which storytelling and singing, art and theater are important. And we are telling a new story. Not one of pity, or of condecendance, of crisis or politics, but one of joy and communal wealth, a story that is a chorus of many voices.

We live in private rooms and share communal spaces for 12-18 months, and organize our daily community life together. 

Together we operate a café, organize events and are planning a neighborhood market in the large hall. We develop co-working and workshops and help starting social enterprises and networks with likeminded initiatives.

The new roof garden or the refugee city tours and more are run and planned in cooperation with initiatives that are working meaningfully with newcomers.

We are also developing a city monastery, where guests can join us in mediation and retreats to find inner peace and clarity, and to participate in the community life of the house.

The Refugio is a project of the Berlin City Mission run with the concept of the Sharehaus, and it is situated at Lenaustrasse 3-4 in Berlin Neukölln.

 refugio.berlin@gmail.com

https://www.facebook.com/sharehausrefugio

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Erneuerung

Dass Menschen mit großartigen Fähigkeiten und reichen Kulturschätzen nach Deutschland fliehen, ist keine Krise, sondern eine Chance. Wir brauchen einander mehr als wir ahnen.

Wir haben uns viel zu geben. Die Bereitschaft zu helfen ist groß in Deutschland, und noch größer ist die der Geflüchteten. Darum helfen wir Soziale Unternehmen und Initiativen zu entwickeln und zu starten.

Im Refugio kommen unter einem Dach dazu viele Flüchtlingsinitiativen zusammen, um jedem Besucher zu zeigen, was möglich ist.

Partner und Inspiration im Haus:

  • Die junge und kreative Gemeinde des Kreuzbergprojekts arbeitet mit uns Hand in Hand.
  • Rückenwind, Fahrräder für Geflüchtete mit Werkstatt im Haus.
  • Querstadtein, Stadtführungen durch Ankommer
  • Givetsomethingbacktoberlin, die Pioniere der sozialen Arbeit in der Expat community.
  • Überdentellerrandwachsen. Gärtnern und mehr mit Ankommern und ihrer Community.

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Gemeinschaft

Das Refugio ist ein altes, charmantes Haus der vorletzten Jahrhundertwende und hat eine lange Geschichte der Gemeinschaft. Jetzt finden hier Menschen aus der ganzen Welt Zuflucht und Ruhe. Auf 3 Etagen des ehemaligen Seniorenheims mieten Singles, Paare, Junge, Alte und Familien ihre eigenen, privaten Zimmer mit Bad und kochen gemeinsam in der großen Etagenküche. Etwas, was für viele Menschen, vor allem Geflüchtete, in Berlin kaum noch möglich ist.

Auf einer Etage im Refugio arbeiten Künstler in Ateliers zusammen, im Keller üben Bands, und Werkstätten sollen eingerichtet werden.

Unterm Dach forscht das Stadtkloster nach Stille und Ruhe und bietet für alle Gäste Exerzitien, Meditationen, Achtsamkeistübungen und Seminare an, und Pilgerzimmer für Besucher.

Die Bewohner des Refugio organisieren ihre gemeinsamen Essen, Unternehmungen und Veranstaltungen im Haus, sie helfen einander und sind auch zeitweise Mitbetreiber und Gastgeber des Refugio. Sie planen im Team, setzen ihre Ideen um und können neue Projekte und soziale Unternehmen starten.

Die Gemeinschaft im und ums Refugio baut mit der Leitung das Café mit auf und den Dachgarten, renoviert und erfindet das Refugio immer wieder neu. Ganz wichtig ist uns dabei, jeden individuell zu fördern und doch als Teil des Ganzen zu verstehen.

Gemeinwohl ist unsere Übung. Dem Kiez dienen, anderen Menschen, ohne sich selbst auszubeuten oder ein blödes Helfersyndrom auszuleben. Deshalb soll das Refugio nicht nur ein Inkubator für Soziale Unternehmen sein, Ideen und Initiativen, sondern auch für Gemeinschaften, die aus dem Refugio herausgepflanzt werden und die Welt.

Statt Heimen und Notunterkünften, statt hohen Mieten und Vereinzelung, statt Fremdheit und Clash der Kulturen, wollen wir Gemeinschaft leben, in denen nicht alle gleich sein sollen, aber füreinander da.

Neben  weiteren, großen Wohngemeinschaften in der Stadt, bleiben die Dorfgemeinschaften ein Traum. Kreative, Familien, Geflüchtete kommen auf Einladung der Kommunen und bevölkern die schöne aber leeren Orte um Berlin herum. Statt in Wohnheimen oder überteuert und vereinzelt, leben sie auf dem Land, bauen alte Höfe wieder auf, unterstützen die bisherigen Bewohner und sind in einem Netzwerk der Sharehaus Refugio Gemeinschaften, die sich gegenseitig mit Wissen, Arbeit und Ressourcen unterstützen.

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Community

Jeder kann dabeisein, Freiwillige sind willkommen im Freudeskreis und wir helfen euch, die wichtigen Aufgaben zu finden, für die ihr so wichtig und einzigartg seid.

Wir bauen ein Freiwilligenprogramm auf fürs Refugio, um starke Teams zu bilden auf dem gemeinsamen Weg. Auf lange Sicht entsteht ein Freundeskreis, in dem nicht nur Geflüchteten Unterstützung finden bei ihren täglichen Herausforderungen in der Stadt, bei Behörden und persönlich.

Zuflucht

Das Stadtkloster im Refugio bietet inneres Ankommen und öffnet neue Quellen für die Erschöpften und Suchenden durch Meditation, Exerzitien und Kurse. Die Angebote stehen allen offen. Es gibt mehrmals die Woche Meditation, regelmässig Strassenexerzitien und Kurse wie die einfachen Dankbarkeitsübungen. Im Stadtkloster kann man auch kurzfristig ein Pilgerzimmer mieten und am gemeinsamen Leben im Haus teilhaben.

Klöster waren früher die Orte des Wissens, der Heilung, der praktischen Hilfe, der Gemeinnützigkeit, der Zuflucht und der spirituellen Erfrischung. Im Kosterbereich des Refugio wollen wir das ganz neu umsetzen, nicht zurückgezogen, sondern das Heilige im Nächsten und Alltäglichen finden und jedem das geben, was man gerade in der hektischen Stadt vermisst: Die Seele auftanken.

Angesicht von scheinbar endloser Gewalt, Vertreibung, Einsamkeit, Armut braucht der Mensch gesunde Gemeinschaften, Heilung, echtes Teilen, Wertschätzung und Anerkennung und einen Platz in einem beseelten Kosmos.

Dietrich Bonhoeffer, der für seinen Widerstand gegen die Nazis mit dem Leben bezahlen musste, wusste um den inneren Frieden, der so wichtig ist. Kirche, sagte er, kann nur durch einen neue Form des Klösterlichen wieder Leben haben, nicht zurückgezogen, sondern indem wir ohne Kompromiss leben, was Jesus uns in der Bergpredigt aufgetragen hat.

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13 thoughts on “Refugio

  1. I would like to share and have a part of this great project, either live in that house or participate in some activities.

  2. Hello I”m Ehab from Syria and studied law I was working in the field of decoration I am in Germany 9 months ago and did not get to set up because of the imprint Dublin in Hungary Live in Hostel I’m learning English and German together…I try to find work so that I can find a place to live on my account because I lost hope of sozeil and treat them bad Is it possible to help me and thanks…

  3. Hallo,
    Wir alle wissen es, neu ankommende Flüchtlinge stehen von Freitagabend bis Montagfrüh oft ohne Unterkunft vor dem Lageso auf der Straße. Nicht immer reichen die privaten Schlafplätze aus. Haben Sie vielleicht einige Zimmer für solche Notfälle frei?!? Darf ich bitte Ihre Telefonnummer haben?!! Ich bin freiwillige Helferin, 64 Jahre alt und zutiefst entsetzt darüber, dass Menschen nicht unbürokratisch sofort erstmal einen Ort zum Ausruhen bekommen können!! Mit Dank und herzlichen Grüßen, Hilke Flickenschildt

    1. Ja, wir arbeten an einem privaten Netzwerk. Zimmer bei uns sind immer für Notfälle belegt von den Bewohnern, wir können deswegen niemanden aufnehmen, leider.

  4. […] Gleichwohl muss man konstatieren: Wenns drauf ankommt, ist jeder sich selbst der Nächste. Und wenn ich den Eindruck bekomme, dass a) die Politik es nicht auf die Reihe bekommt, Alternativ-Unterkünfte zu schaffen und b) der Schutzsuchende durch seine Beanspruchung “meines Territoriums” zum Konkurrenten wird, ist das keine gute Basis für eine gelingende Integration unserer Gäste auf Zeit. Daher darf die Politik das Problem nicht als Luxusproblem herunterreden. Gleichwohl muss sich aber auch jeder fragen: Welchen konstruktiven Beitrag kann ich leisten? Ich kenne Familien, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben; eine Bekannte versucht ein System zur privaten Unterbringung von Flüchtlingen zu entwickeln – was viel Zeit und Nerven kostet; ich selbst versuche Initiativen zu unterstützen, die Lösungen anbieten (z. B. das SHAREHAUS). […]

  5. Hallo,
    ich bin Maria und bin durch Internet-Recherche auf euch aufmerksam geworden und finde die Initiative von
    Sharehouse super. Ich bin selber Teil einer Initiative für Newcomer – RESTART – art made by (refugees) people – in der wir die Kunstwerke von Geflüchteten vertreiben und zu verkaufen versuchen. Leider haben diese in ihren neuen Unterkünften wenig Platz zum Arbeiten und wir versuchen, Ateliers oder möglich Räumlichkeiten, in denen sie arbeiten könnten, zu finden. Ich habe auf eurer Seite gelesen, dass auf einer Etage Künstler in Ateliers zusammenarbeiten und würde gerne nähere Informationen darüber erhalten. Vielleicht könnte man ja an eine Kooperation denken.
    Ich freue mich auf eure Rückmeldung.

    Viele Grüße
    Maria R.

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