bow low, jump high

 

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joy is born

when I die

fresh chestnuts in a park

 

when losing all

what then remains

a colourful rock to pray

 

pride was bright

then weakness came

my lilies in the field

 

new colours

dripping from my hand

the sky a deeper shine

 

now a camel bows

through the lowest gate

a love song in the streets

 

the mighty whale, you know

dives deep and breathes

above, to jump with joy

 

After such an intense season of building I experience a new peace in looking, listening, learning. And rediscovering new depths of art. Love and art, song, pain and beauty, they are interwoven. The kingdom we speak of, this heaven on earth, is more than ever one sung, painted, written, performed by artists and in community. Art is part of a mysticism that can lead us to deepest joy in the everyday. This one is for all the artist with a lovesong in their heart.

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Nach so einer intensiven Zeit des Aufbauens erlebe ich einen neuen Frieden beim Zusehen, Zuhören, Lernen. Und beim Wiederentdecken neuer Tiefen in der Kunst. Liebe und Kunst, Schmerz, Gesang und Schönheit sind ineinander verwoben. Das Königreich, dieser Himmel auf Erden, ist mehr als je zuvor einer, der von Künstlern in Gemeinschaft gesungen, gemalt, geschrieben und aufgeführt wird. Eine Mystik, die uns in tiefste Freude jeden Tag führt. Das hier ist für alle Künstler mit einem Liebeslied im Herzen.

 

Freude lebt auf

wenn ich sterbe

frische Kastanien im Park

 

Wenn alles vergeht

was bleibt

ein bunter Fels fürs Gebet

 

Stolz schien helle

die Schwäche kam

meine schönen Blumen im Feld

 

Neue Farben

fliessen aus meiner Hand

der Himmel hat tiefren Schimmer

 

Das Kamel beugt sich tief

durch das niedrigste Tor

ein Liebeslied schwebt durch die Gassen

 

Der mächtige Wal, ja der!

taucht tief und atmet

ganz oben, für seine Freudensprünge

 

 

 

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haiku my love

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my sun
darkened by moon
death came in a truck

our love
is under fire
when beauty is slain

revenge
burns the seed
planted for heaven

but flowers
bring strength
say no with love

as refugees
we came
give me your hand

peace
is a work of many
unity divine

let your gentleness
be known to all
God is with us

 

Sometimes bored with long blogs I rediscovered Haikus. Japanese art knows how to keep it short and deep. Everything Sharehaus should be simple. This is my three page blog condensed in 7 Haikus. * Oft gelangweilt von zu langen Blogs kamen mir wieder Haikus in den Sinn. Japanische Kunst kann knapp und doch tief. Alles Sharehaus sollte einfach sein. Hier sind 3 Seiten meines Blogs verkürzt in 7 Haikus.

 

meine sonne
verdunkelt vom mond
der tod kam im laster

unsere liebe
steht in flammen
wenn schönheit stirbt

rache
verbrennt die samen
für den himmel gepflanzt

blumen sind stärke
nein zu sagen
in liebe

friede ist
die arbeit vieler
göttliche einheit

zeigt eure sanftheit
allen menschen
Gott ist mit euch

 

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Mein Freund

engl. below

Mein Freund

Es ist warm und ich streiche die Fensterrahmen unseres knallroten Sommerhauses himmelblau als der junge Fuchs erscheint. Flauschiges Fell, schüchterner Blick, schleicht er durch den Garten auf der Suche nach Essen. Na mein Freund, sage ich und er schaut misstrauisch und doch neugierig. Er erinnert mich an unseren Ridgeback in Südafrika. Anton hatte ihn Jet getauft, weil er so schnell rennen konnte. Jet war ein echter Freund.

Jet war mir treu sein Leben lang, über 10 Jahre. Auch wenn ich mal nicht gut zu ihm war. Er war schön, verrückt und wild, sprang über jede Mauer und grinste, wenn er hechelte. Und er war furchtlos. Jet der Löwenjäger. Er starb alt und weise nachdem er im Naturreservat am wilden Meer in Afrikas Süden seinen letzten Spaziergang gemacht hatte. Und dabei wurde er in den letzten Schlaf gestreichelt von den Kindern unserer besten Freunde Andy und Joan. Lange musste ich weinen damals. Ich hatte einen echten Freund verloren.

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Oft frage ich mich, was macht eine gute Freundschaft aus? Über die Jahre habe ich mich oft befreundet wie vor kurzem, als mir einer, dem ich vertraute, den Teppich unter den Füssen wegzog und als ich am Boden lag, noch nachtrat. Gerade war er noch ein so interessanter und mir wichtiger Mensch, plötzlich ein echter Depp, der mir das Leben schwer machte. Warum? Hatte ich was übersehen?

Uwe ist ein guter Freund. Neulich hat er mir wieder ein Taschenmesser geschenkt und ich werde mich mit einem Erdbeereisbecher revanchieren. Er will immer wissen wie es uns geht und was ansteht. Er kümmert sich um uns. Freunde sind ihm wichtig. Er wurde von der Stasi gefoltert und hat Jahre auf der Strasse gelebt, von da hat er einen sehr guten Blick auf die Falschen Fuffziger, die Idioten und Pappnasen und Täuscher, auf die ich eher reinfalle. Uwe ist ein so guter Freund, dass er mir schon oft die Freundschaft gekündigt hat um mir zu zeigen, wie sehr wir befreundet sind.

Als ich 30 war, gab mir endlich mal jemand den guten Ratschlag: “Freunde sind Menschen, mit denen du dich wohl fühlst und aufgehoben.” Aha. Ach so! … echt? Wie radikal und einfach! Mit denen ich mich wohlfühle und aufgehoben! Ich war echt baff.

Ich hatte mein Leben lang Freunde gehabt, mit denen war es lustig, geistreich, unterhaltsam gewesen, aber ich fühlte mich oft schäbig mit ihnen, nicht gut genug, oder viel zu gut. Konkurrenz, Abhängigkeit, Neid, falsche Bewunderung waren dabei gewesen, wie leichter Schimmelgeschmack im Kuchen. Zweckfreundschaften waren das, am Ende musste ich die Reste enttäuscht ausspucken. Der Nachgeschmack blieb für eine ganze Zeit. Erst Monate, Jahre später, konnte ich darüber lachen.

Einer tobte in unserem Garten, weil er sich angeblich wegen uns mit Faxpapier den Hintern abwischen musste. Der andere umarmte mich herzlich und schrieb mir am gleichen Tag böse Briefe. Einer kündigte mir die junge Freundschaft weil er angeblich umsonst für mich einen ganzen Tag lang geputzt hatte. Crazy. Ich war auch schlimm, meinem besten Freund nach der Schule versuchte ich die Freundin auszuspannen. Nicht lustig.

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Was ist gute Freundschaft? Was ist das gute Leben? Was gute Arbeit? Was macht Freude? Das fragen ich und Elke uns seit Jahren.

Neulich entdeckte ich wieder Epikur in der School of Life des Schweizer Philosophen Alain de Botton. Epikurs Antwort auf diese ewig gleichen Fragen waren Gemeinschaftshäuser. Häuser, in denen Freunde zusammenlebten, jeder etwas einfaches arbeitete, das meist wenig einbrachte aber positiv war, schön und einfach. Und jeder hatte Zeit zu lesen, zu träumen, nachzudenken. Tausende Menschen haben so friedlich, reich und inspiriert gelebt nach Epikurs Modell, während die Welt sich wild und wirr weiterdrehte.

Ich träume von vielen solchen Sharehäusern, auch wenn sie gar nicht so heissen. Weil ich rund um die Welt schöne Menschen kennenlernen will, die in Freude und Lust zusammenleben und arbeiten. Zu diesen Sharehäusern gehören gute Freundschaften. Vertrauen. Respekt. Echte Neugier aufeinander.

Freundschaften können auch respektvoll und mit Abstand sein, denn Freundschaft hat weniger mit Intensität, sondern mit Wertschätzung zu tun. Die muss man geben, und die muss man annehmen können. Zuviel Wertschätzung löst Krämpfe in mir aus, ich bin sie nicht gewohnt. Dafür ermutige ich andere immer gerne, aber dafür muss ich genau hinsehen und hinhören, wenn ich es ernst meine. Nichts schlimmer als falsche Bewunderung. Freund sein ist eine Kunst. Und eine Entscheidung. Wie die Liebe.

Also was tun? Erfüllt mit echten Freunden leben und arbeiten klingt easy, aber dafür muss man die falschen Freunde verlassen, sie fernhalten. Uwe hat den Riecher, ich oft nicht. Falsche Freunde sind nicht falsche Menschen, sie sind alle kostbar. Nur passen wir nicht zusammen. die Chemie stimmt nicht, oder besser: die gegenseitige Wertschätzung.

Zur gleichen Zeit als ich von einem neuen aber dann doch falschen Freund bitter enttäuscht und auch wochenlang verunsichert wurde, merkte ich, wie ich mit dem Sharehaus im und ums Refugio viele neue Freunde gefunden hatte, die immer an meiner Seite waren. Ich hatte mehr echte Freunde als je zuvor. Neugierige, treue, großzügige Menschen. Freundschaften, die stetig und langsam in der uralten Tradition des schlichten, lebensfreudigen Klosterlebens epikureischer Dimension im Refugio entstanden sind.

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Irgendwas müssen wir richtig gemacht haben. Manche der Extrovertierten wie ich waren im Refugio öfter enttäuscht, dass nicht mehr Konfetti da war und der Soundtrack der Gemeinschaft nicht herzlich genug. Wir wollten laute und sichtbare Gemeinschaft und großartige Freundschaften! Dabei entwickeln sich Freundschaft und Gemeinschaft ganz zart. Das merkte man an den Schüchternen und Zurückgezogenen im Refugio, die sich erst klein fühlten und verloren, und dann aufblühten in der steten Liebe der Gemeinschaft, die nicht perfekt, aber verlässlich war. Familie. Manche waren enttäuscht von ihrer Vorstellung, andere fanden tatsächlich eine neue Familie.

Irgendwann im Bruch des Übergangs konnte sich die Hausgemeinschaft im Refugio zwei Monate nach unserem Auszug endlich verabschieden von uns. Wir wurden herzlich umarmt und befragt. Was machst du? Wie gehts weiter? Wie gehts deiner Mutter? Was schreibst du? Und plötzlich war es kein Abschied mehr, sondern einfach eine Wegetappe zusammen, weil wir uns weiter aneinander freuen und uns wohl gemeinsam fühlen.

Und was mich wieder überraschte: Die meisten, die als unsere Familie kamen, um mit uns zu feiern, waren die Menschen, die nach Deutschland geflohen waren. Einige aus dem Haus konnten nicht, wenige aus dem Haus kamen auch einfach nicht weil sie keinen Bock hatten. Es passte nicht. In guten wie in schlechten Zeiten.

Das war eine große Ernüchterung in meiner Refugiozeit. Es gibt viele großartige Menschen, die sich gegenseitig bereichern, aber auch welche, die diese wichtige Neugier aufeinander nicht haben die gesättigt sind, aber nicht unbedingt satt.  Die keinen Platz haben für den Nachbarn. Kein Platz für Gott als Nachbarn. Warum?

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Viele Menschen leben als Monaden, Welten für sich. Sie fürchten sich vor dem Aussen und ich kann sie verstehen, ich will auch manchmal meine Ruhe. Andererseits, diese Spießer haben mich aber schon früher rasend gemacht durch ihren inneren Stillstand. Im Refugio waren es eher die Einheimischen, die stagnierten. Und auf der Suche nach neuen Sharehäusern sind es auch erstaunlich oft Religionsgemeinschaften, Altlinke und Immigranten in 2 oder 3. Generation, die sich auf Geflüchtete und den Reichtum der Anderen, der Fremden, nicht einlassen wollten, weil sie sich bedroht fühlen.

Dabei ist es aus meiner Erfahrung ganz einfach. Ob wir wollen oder nicht, wir sind Teil des kosmischen, gesellschaftlichen, menschlichen Ganzen, im Guten wie im Schlechten. Eine Pflanze, die sich nicht den Jahreszeiten und  der organischen Gemeinschaft des Gartens stellt, nicht Schatten teilt und keine Nährstoffe von anderen braucht, die keine Schöpferkraft in sich anerkennt und brauchen will, wird vertrocknen müssen. 

Das ist die Wurzel zu der wir gehen müssen. Wir brauchen einander. Als ich umarmt wurde von meiner Sharehausfamilie, überhaupt immer wenn wir uns texten, sehen, reden, zusammen essen, lachen und weinen, begreife ich wie sehr wir uns brauchen, wieviel Sehnsucht wir haben nach Gemeinschaft, nach Freundschaft, die über Jahre in Gemeinschaft gewachsen ist. Jesus war am meisten frustriert mit den Saturierten, weil sie in einer endlichen, falschen Sicherheit lebten, dem sichern Tod, während er Leben brachte, erfrischend Neues, auf das man sich einlassen musste.

Das griechische Agape beschreibt die tiefere Freundschaft, die weit über gemeinsame Interessen hinausgeht. Agape ist die liebende Freundschaft, die Gott uns lehren will. Er gab sein Leben für uns. Das ist der wahre Masstab für die Liebe, deren Herz nicht nur Begehren, Leiden oder Sehnsucht ist, sondern und vor allem Freundschaft. Und so wie die Liebe in ihrem Wesen ein Entschluss ist und eine göttliche Kraft, ist auch die Freundschaft etwas stetiges, größer als die Wirren unserer Welt. Sie ist ein Reichtum, wenn man sie wagt.

In dieser schwierigen Zeit, in der manche Tage scheinbar ohne Grund düster und sinnlos schienen, war ich nicht allein. Die für die ich da war in ihren schweren Zeiten, waren und sind für mich da. Ich habe wie nie sonst bevor Gott mistraut, obwohl wir Freunde sind. Aber er war und ist immer da, wenn ich nur tief genug in den stillen Birkenwald meiner Einsamkeit gehe.

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Freunde sind für einander da, sagt Uwe. Und: Freundschaft muss gepflegt werden. Warum hast du mich denn nicht angerufen, als es dir schlecht ging, fragt er. Da hat er recht. Freundschaft muss ich lernen und ich hoffe mein Leben ist lang genug, das Geheimnis der göttlichen und menschlichen Freundschaft auszuloten und zu erleben. Wenn ich und meine Freunde weltweit Sharehäuser ermöglichen wollen, müssen wir lernen, was echte Gemeinschaftshäuser wirklich ausmacht.

Ein Gebet, das schon oft geholfen hat: Schöner Gott, halte die Menschen heute von mir fern, die für mich nicht gut sind und denen ich nicht guttue, und lass mich Platz machen für die, mit denen du mein Leben bereicherst.

Falsche Freunde: Herzlicher Arschtritt und raus. Echte Freunde: Danke euch zutiefst ihr Goldenen!

My friend

It’s hot and I am painting the sky blue window frames of our bright red summer house when the young fox appears. Fluffy fur, shy look, he is sneaking through the garden in search of food. Well, my friend, I say, and he looks curious but suspicious. He reminds me of our Ridgeback in South Africa. Anton had named him Jet because he could run so fast. Jet was a real friend.

Jet was loyal to me all his life, over 10 years. Even when I was not good to him. He was beautiful, crazy and wild, jumped over every wall, and grinned when he was panting. And he was fearless. Jet the lion hunter. He died old and wise after he had done his last run in the nature reserve at the wild sea in South Africa. And he was caressed into his last sleep by the children of our best friends Andy and Joan. For a long time I had to cry. I had lost a real friend.

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I often wonder what makes a good friendship? Over the years, I’ve often befriended people and experienced failure, as recently when someone I trusted pulled the rug under my feet, and when I was down couldn’t stop mistreating me. He had been inspiring and important to me, and suddenly he was a real bully that made my life difficult.

Why? Had I not seen it coming?

Uwe is a good friend. Recently he gave me another pocketknife and I will honour that with a strawberry ice cream cup for him. Uwe always wants to know how we are and what we are doing. He takes care of us. Friends are important to him. He was tortured by the East German secret police, the Stasi, and lived for years on the street. He has learned how to spot the counterfeit friends, the idiots and pretenders and deceivers I often do not see. Uwe is such a good friend that he has ended our friendship many times to show me how much we are friends.

When I was 30, someone finally gave me some good advice: “Friends are people with whom you feel comfortable and honoured.” Ha!… really? How radical and easy! With whom I feel comfortable and cared for! I was baffled.

I had befriended people all my life with whom it was fun, entertaining, enriching, but I often felt shabby with them, not good enough, or way too good. Competition, dependency, envy, false admiration had been in the way, like a light moldy taste in the cake. At the end I had to spit out the rest, the bad aftertaste stayed on for a long time. Only months, years later, I could laugh about it.

One these false friends was throwing a tantrum in our garden, because he had to wipe his butt with fax paper. The other hugged me warmly just to write me accusing letters the same day. One cancelled our young friendship because he claimed he cleaned his apartment just for me. Crazy. I also was a bad friend sometimes. I fell in love with my best friends girl friend and started an affair. Not funny. I never apologised to him.

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What is a good friendship? What is the a good life? What is good work? What brings real joy? Elke and me are asking this questions for years now.

Recently we discovered Epicur again in the School of Life of the Swiss philosopher Alain de Botton. Epicure’s answer to these ever-the-same questions were community houses. Houses where friends lived together, everyone worked something, which brought in little but work was positive, beautiful and simple. And everyone had time to read, to dream, to think. Thousands of people have lived liked that since then, peacefully, rich and inspired with Epicure’s model of community, while the world outside went on wild and confused.

I dream of many such Sharehauses, even if they are not called that. Because I want to get to know beautiful people around the world who live and work together in joy and pleasure. These Sharehauses are built on good friendships. Trust. Respect. Real curiosity.

Friendships can also be respectful and with some distance, because friendship has less to do with intensity but with appreciation. You have to have it for others, and you have to to be able to accept it. Oh my! Too much appreciation makes me cringe, I am not used to it. I love to encourage others, but I have to listen carefully to them if I’m serious. Nothing worse than false admiration and encouragement. Being a friend is an art. And a decision. Same with love.

So how does it work? Living with really good friends and working together sounds easy, but you have to get rid of the wrong friends. Uwe can spot them, I often can’t it seems. False friends are not false people, they are all precious. We just do not fit together. The chemistry is wrong, or better: the mutual appreciation.

 At the same time, when I was bitterly disappointed by a new and false friend, which unsettled me for weeks, I realised how I had found many new friends around the Sharehaus Refugio who were always at my side. I had made more real friends than ever before, I had made friends with curious, faithful, generous people. Those friendships had emerged steadily and slowly in the old tradition of the simple, life-loving monastic lifestyle of an epicurean dimension at the Sharehaus.

We must have done something right. Some of the extroverts like me were often disappointed at the Refugio. We wanted more confetti, the soundtrack of the community was not loud enough for us. But friendship and community growth needs time. The timid and reclusive people at the Refugio, who often felt insignificant and lost, flourished in the constant love of the community, which was not perfect but reliable.

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Family. Some were disappointed by their idea, others actually found a new family.

At some point after the harsh transition to Refugio without Sharehaus and without us, the house community finally released us with a party, two months after us having to move out. We were hugged. How are you doing? What’s next? How is your mother? What are you writing? And suddenly it was no longer a farewell, but simply a continuing of being woven together, because we felt good together, appreciated.

What surprised me again: Most of those who came to celebrate with us as our family were the people who had fled to Germany. Some from the house could not attend, but a few just didn’t care. It did not suit them. They were absent. In good and bad times.

This was a great disillusionment in my Refugio time. There are many great people who are enriching each other, but there are a few without this most important curiosity for others. They are saturated but not necessarily full. They have no place or interest for their neighbours. No place for God as their neighbours. Why?

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Many people live as Monads, in worlds for themselves. They are afraid of the outside and I can understand them. I also sometimes want my peace and peace. On the other hand, these boring and square people have frustrated me all my life with their inner stagnation. 

Around the Refugio and when looking for new possible Sharehauses it were rather the locals who were stagnant, and surprisingly sometimes faith communities, older activists of the left, and immigrants of the 2nd or 3rd generation, who wanted to not be disturbed by the challenge having to embrace the wealth and diversity working and living with refugees. They didn’t want their monads to be disturbed.

In the end we have no choice. Whether we like it or not, we are part of the cosmic, social, human whole, in good and in bad times. A plant which does not embrace the changing seasons and the organic community of the garden, which does not share shade and does not need any nutrients from others, a plant that is not aware of a higher creative power that makes it grow, will have to dry up.

This is the root find back to: We need each other. When I was hugged warmly by my Sharehaus family and every time when text, see each others, talk, eat together, laugh and cry, I understand how much we need each other, how much yearning we all have for true community, and for friendship that is growing over the years.

Jesus was most frustrated with the saturated of his time because they lived in a finite, false security, heading for death, while he brought life, refreshing newness that one had to get involved in to enjoy.

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The Greek word agape describes the deeper friendship, which goes far beyond common interests. Agape is the loving friendship that God wants to teach us. He gave his life for us. This is the true scope of love: not only desire, suffering, or longing, but friendship. And just as love is in its essence a decision and a divine power, friendship is also something steadier, bigger than the confusion of our world. It is a wealth to share. If you dare.

I was not alone in this difficult time, when some days seemed hopelessly grim and pointless. Those for whom I was there in their hard times, were and are here for me. And I have mistrusted God, as I have never done before, even though we are friends. But he was and is always there when I travel deep enough into the quiet birch forest of my solitude.

Friends are there for each other, Uwe says. And: friendship must be nurtured. Why did you not call me when you were feeling low, he asked me. He is right. I need to learn friendship and I hope my life is long enough to explore the mystery of divine and human friendship. If me and my friends want to help create Sharehauses around the world, we need to learn how real community houses work. Which friendships they are built on.

A prayer that has often helped me: Good God, keep the all people away from me today who are not good for me and for whom I am not good, and let me make space for those you are sending to you enrich my life.

False friends: Feel loved and get out. Real friends: Thank you deeply you golden ones!

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Langusten

English below

Ein neues Zuhause

Es ist soweit. Wir suchen unser erstes eigenes Sharehaus. Ein neues Zuhause für Familien in Berlin.

Ein paar Meter unter der Oberfläche des Meeres saß ich mit den Langusten in einer Höhle. Wir hatten unseren Panzer, unsere starke braune Hülle abgeworfen. Die Wellen krachten gegen die Felsen über uns, die Algen schwankten hin und her, und die Sonne des Südens ließ ihre Lichtsscherben ins Meer fallen. Wir waren nackt.

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Während kleine Blasen aus meinem Mund an die Oberfläche stiegen, dachte ich an die Gemeinschaft, in der wir gelebt und das Projekt, das wir lieben und schätzen und geleitet hatten. Und dass wir übergeben und verlassen wie geplant. Das Sharehaus Refugio fehlte mir.

Krebse wandern um die Welt, als Babys schweben sie durch die Ozeane, bevor sie zu ihrer Heimat zurückkehren. Und so schwebten wir jahrelang durch Zeit und Raum, Nomaden auf der Suche nach einem tieferen Leben, immer reich, immer neugierig, und jetzt fühlte ich mich plötzlich nackt. Langusten werfen ihren Panzer ab, um wachsen zu können. Vielleicht war es das, dachte ich in meiner Höhle, meinem Hirn. Ein Freund auf Reisen hatte uns seine Wohnung überlassen, und wir spazierten durch unsere neue Nachbarschaft.

Wenn es hart wird, kehre zurück zu deiner ersten Liebe. Halte an und höre. Bleib stehen und fühle. Halte inne und erinnere dich, was dich einmal begeistert hat an deinem Job, deinen Beziehungen, an den Orte, an denen du lebts, den Begegnungen, die du hast. Erinnere dich wie die Juden, wieder-lebe es. Erfahre es neu.

Als der Traum eines Sharehauses in Elke und mir in Südafrika wuchs, sehnten wir uns nach mehr Gemeinschaft. Wir hatten erstaunliche neue Freunde, die wirklich mit uns wie Familie teilten. Da war eine neue spirituelle und kreative Tiefe in Gemeinschaft. Was, wenn dieses reiche Teilen ein Haus hatte, wo alle in ihrer Gebrochenheit willkommen sind? Ein Sharehaus. Ein Ort der Wiederherstellung, des Aufblühens, für uns und andere. (Das englische redemption sagt es besser)

Unsere kleinen Langustenträume wurden wahr. Aber redemption, die Wiederherstellung und Erlösung, kann harte Arbeit sein. Drei Jahren hatten wir für dieses Haus der Hoffnung vorbereitet und dafür geschuftet mit der Stadtmission. Unsere Ehe ging fast dabei drauf, weil ich kaum zu Hause war. Im Refugio musste Elke mich mit 40 anderen Familienmitgliedern teilen. Aber wir fanden dadurch eine neue Einheit zusammen. Auch in der Gemeinschaft krachte es, und manchmal sah es nach religiösen oder kulturellen Konflikten aus, dabei waren es einfach die Sorgen von Menschen, die aufblühen und endlich frei leben wollten.

Erlösung, wozu? Ich glaube aus allem Schmerz, Zerstörtem und unserer Zerbrochenheit kann neues Leben wachsen, nicht trotzdem, sondern weil wir so zerbrochen sind. Redemption, Erlösung, kann sich zuerst wie der Tod fühlen. 40 Ankommer und Einheimische waren wie Samen in den neuen Boden des Sharehaus Refugio in Berlin gepflanzt worden. Ihre Heimatgärten in Syrien, Somalia, Türkei, Palästina, Kroatien oder Afghanistan verkümmmerten, andere pflanzten sich an, die sich einfach nach einem Haus und einer Familie sehnten. Sogar Elke und ich fühlten uns entwurzelt, als wir in ein Haus dunkel und leer und muffig wie Erde zogen.

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Das Sharehaus Refugio als Garten. Hier wurde das Geheimnis der Auferstehung sichtbar. Wir pflanzten unser Leben in neuen Boden, wir wässterten, aber Gott liess uns wachsen. Wir waren ein wilde Mischung unterschiedlichster Menschen, voller Lachen, voller Tränen. Und die DNA in unseren Leben wurde langsam zu einem größeren Leben erweckt. Wir spürten sie Im Sharehaus Refugio, die Auferstehung.

Jedes Sharehaus ist für mich ein Garten, in dem jede Pflanze Platz hat und aufblühen kann, ein Garten reich durch seine Vielfalt. Ein Sharehaus muss immer ein Ort sein der kreativen Ruhe, ein geschützter Garten. Die Welt ist hart und wir werden leicht beschädigt, während wir alle von dieser Ruhe träumen, diesem Ort, an dem wir wirklich sein können. Und jetzt hatte uns die Strömung weggetragen in ein neues Wachstum. Und zurück zum Ursprung.

Erlösung ist eine Wiederherstellung zum schönen Ursprung. Wir müssen immer wieder zu unserer ersten Liebe zurückkehren. Erlösung, redemption, bewegt sich wie in einer Spirale. Wir kehren zu unserem Ursprung zurück, nur höher, reifer. Und zu oft ist es ein Verlust, ein Bruch, der uns losreisst und uns zurückwirft in die wirbelnde Strömung des Lebens, wo wir uns nackt fühlen und wachsen können.

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Als Elke und ich im Mai auszogen, war das 6. Refugibaby auf dem Weg. Beim Hausdinner werden die Babys herumgereicht und von der Gemeinschaft gehalten. Achmed, der Erstgeborene des Refugios sieht aus wie ein lachender Wrestler. Karim hat den Frieden und das Lächeln eines Engels. Hassan schaut in die Welt mit großen Augen wie ein Prophet, und Elias ist sehr ruhig und weise wie eine alte Seele. Und all sind in einen völlig neuen Garten geboren worden, in ein neues Zuhause und Leben.

Unser Wiederfinden, unsere Erlösung, ist oft harte Arbeit. Ich denke an Malakeh und Mohammed, die seltene, traditionellen Gerichte für andere Syrer kochen, damit sie sich zu Hause fühlen. Oder Ajmal und Catherine, die afghanische Familien aus den Flüchtlingsheimen einladen, für sie kochen und Geschichten in Farsi teilen, damit sie sich zu Hause fühlen können. Oder Fatuma aus Somalia, der nicht aufgibt Flüchtlinge zu besuchen und zu ermutigen, die immer noch in ländlichen Lagern stecken und isoliert sind. Oder Zora, die gelernt hat um Hilfe zu bitten, wenn sie im Rollstuhl unterwegs ist. Ein Sharehaus ist ein Ort der Beziehungen.

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Ich erinnere mich noch wie wir kaum in unserem Refugio-Büro arbeiten konnten, weil alle aus dem Haus gern vorbeikamen um zu reden, ein Problem zu lösen, eine Geschichte zu erzählen, uns zum Lachen zu bringen. Ich habe oft von einem Büro geträumt, wo wir Zeit für diese echte und schöne Arbeit der Gemeinschaft haben.

Kurz bevor wir auszogen, hörte ich meinen polnischen Freund in der Küche lachen. Er ist sehr konservativ und eher gegen Einwanderer, aber er liebt es mit seinen neuen syrischen, deutschen und somalischen Freunden zu radebrechen, seine eingelegten Pilze zu teilen und somalische Gemüse mit Okra zu essen. Er liebt seine Refugio und die neue Gemeinschaft. Erlösung, redemption, ist auch eine Rückkehr zur ursprünglichen Schönheit.

Ein Sharehaus ist für mich immer ein Ort der Schönheit. Schönheit ist ein sicheres Zeichen der, dass wir unseren Ursprung, unseres inneres Original leben können. Jeden Tag traf ich und sprach mit schönen Leuten im Sharehaus Refugio. Jeden Tag erlebte ich etwas Schönes, auch in den Krisen. Schönheit ist tiefe Resonanz mit dem, wer wir wirklich sind. Ob wir Seetang sind, Hai oder Langusten. Wir wurdest schön geschaffen und sollen Schönheit in die Welt bringen.

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Alle Schönheit hat ihren Ursprung in der Liebe. Und in demütiger Gebrochenheit. Im alten und quietschenden Aufzug des Refugios hatte ich Pauls Worte über die Liebe an die Korinther an die Wände geschrieben. Meine Buchstaben waren grob mit einem Pinsel geschrieben worden. Drew schrieb kunstvoll die englische Version in Rosa zwischen meinen Zeilen. Und eines Tages webt jemand vielleicht die arabische Version in hellgrün ein.

Alles scheint sich im Kreis zu bewegen. Für die Israeliten gab es eine Regel. Als Vertriebene bekamen sie ein neues Zuhause, jede Familie bekam Land, alle waren gleich reich beschenkt. Alle 49 Jahre musste dieser ursprüngliche Gleichheitszustand wiederhergestellt werden, denn einige hatten alles verloren, andere waren Sklaven geworden, aber alle 49 Jahre gab es Erlösung. Alle durften zu ihrem ursprünglichen Reichtum zurückkehren, alle Fehler, alles Scheitern, war aufgehoben und vergeben. Davon sprach Jesus vor seinem Tod. Wir müssen alle erlöst werden.

Das Sharehaus Refugio hatten wir mit guten Partnern aufgebaut, und wir gehen reich an neuen Freundschaften. Als wir das Refugio verliessen, war das Sharehaus zu einem Netzwerk und einem schönen Kollektiv durch Erfolge und Scheitern gewachsen.

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Ein Sharehaus ist ein Ort der Tiefe. Als Sharehaus Refugio Familie hatten wir lange Gespräche über Gemeinschaft, Frieden und Respekt. Wir diskutierten über Werte und Ethik zusammen, wir teilten persönliche Geschichten, wir arbeiteten und aßen zusammen und umarmten uns in guten und schlechten Zeiten. Es gab immer Schönheit und Kunst und  es ist noch lange nicht zu Ende. Im Refugio habe ich eine neue Tiefe des Lebens gelernt. Neue Samen für einen noch reicheren Garten geerntet.

Jetzt suchen wir unser erstes Sharehaus für Familien in Berlin. Ein gutes Zuhause für die wenigen Refugio-Familien, die noch in einem Einzelzimmer wohnen. Ein Zuhause für Freunde und Familie, so wie es von Anfang an geplant war. Und diesmal wird das Sharehaus ein kreatives Büro haben, einen Raum für Work In Progress, wie Elke es nennt, einen Laden oder Workshop, der für alle offen ist.

Ein Sharehaus ist immer ein work in progress, ein Ort der goldenen Erlösung in aller Gebrochenheit, ein Haus, in dem die Kunst der Gemeinschaft gelebt werden kann.

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A new home

Finally, we are looking for our first own Sharehaus in Berlin, a Sharehaus for families!

A few meters below the surface of the sea I sat with other crayfish in a cave. We had shed our protection, our strong brown armour. The waves crashed against the rocks above us, the seaweeds waved back and forth and the southern sun dropped shards of light into the sea. We were naked.

While small bubbles from my mouth rose to the surface I thought of our community we lived in, a project we love and cherish and that we parented and built with the city mission. And that we had left and handed over as planned. I missed our Sharehaus Refugio.

Crayfish migrate around the world, as babies they float through the oceans before they return to their home. And so did we for years floating through time and space, nomads in search of a deeper life, always rich, always wondering, and now we were naked again. Crayfish shed their shell to be able to grow. Maybe it was that, I thought in my cave of my mind. We had moved to a friends flat who is traveling and Elke and me walked through a new neighbourhood in Berlin.

When in trouble, return to your first love. Stop and listen. Stop and feel. Stop and remember what once made you excited about your job, your relationship, the place you live in, the encounters you have. And remember it the Jewish way, re-live it.

When the dream of a Sharehaus grew in Elke and me in South Africa, we longed for more community. We had amazing new friends, who really shared with us like family. The was a new spiritual and creative depth in community. What if this rich sharing had a home where all are welcome in their brokenness? A Sharehaus. A place of redemption, for us and others.

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Our little crayfish dreams came true. But redemption can be hard work. For over 3 years we were in the trenches preparing and building this house of hope. We almost lost our marriage because I was hardly home. And at the Refugio Elke had to share me with 40 other family members. But we found new unity. And we had fights in the community that looked like religious or cultural conflicts, but were simply human and just needed redemption.

Why redemption? I believe out of all pain, destruction and loss, new life can arise not despite but because of our brokeness. Broken soil is fertile. So redemption can feel like death at first. 40 newcomer and locals had been planted like seeds in new soil at the Sharehaus Refugio in Berlin. Their home gardens in Syria, Somalia, Turkey, Palestine, Croatia or Afghanistan lay waste, we all longed for a now home and a family. Even Elke and me felt displaced moving into a house dark and void and smelly like soil.

Then, the Sharehaus Refugio as a garden unveiled the everlasting mystery of resurrection again. We planted our lives in new soil, we watered them, God made us grow. A wild mix of displaced people, full of laughter, full of tears. Our DNA was slowly awakened to a greater life. We felt the resurrection.

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Every Sharehaus is a garden where every plant benefits, rich by diversity. A Sharehaus is a place of creative rest, a protected space to open up and blossom. The world is rough and we get easily damaged while we all dream of this rest, a place where we can truly be. And now we are returnung to where we began.

Redemption is a restoring to a beautiful origin. We need to return to our first love, again and again. Redemption works in circles. You return to your origin, just higher up. And too often a loss, failure or simple growth throws us back into the swirling current of life, where we feel naked and and can grow.

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When Elke and me moved out now in May the 6th baby was on the way. New life. At a house dinner I watched how the babies were passed around and held by the community. Achmed, the firstborn of the Refugio looked like a laughing wrestler. Karim had the peace and smile of an angel. Hassan was looking into the world with big eyes like a prophet, and Elias was very calm and wise like an old soul. All born into a completely new garden, into a new home and life.

Redemption is often hard work. I am thinking of Malakeh and Mohammed, who are cooking the most delicate traditional dishes for Syrians to make them feel home. Or Ajmal and Catherine, who are blessing Afghani families from refugee shelters with evenings of traditional food and sharing stories in Farsi. Or Fatuma from Somalia, who is not giving up encouraging the refugees still stuck and isolated in rural camps. Or Zora, who learned to ask for help when she is on her way in a wheelchair. Oh yes, a Sharehaus is about relationships.

I remember how we hardly could work at our Refugio office as everybody from the house liked to pop in and chat and get a problem solved, tell a story, make us laugh. I often dreamt of an office where we have time for the real and joyful work of community.

Just before we left I heard my Polish friend laughing in the kitchen. He is very conservative and not in favour of immigrants, but he loves spending time with his new Syrian, German and Somali friends, sharing his pickled mushrooms and adding Somali veggies with Okra. He loves his Refugio community. Redemption is also a returning to original beauty.

A Sharehaus is a place of beauty. Beauty is a sure sign of true redemption. Everyday I met and spoke with beautiful people at the Sharehaus Refugio. Everyday I experienced something beautiful, even in a crisis. Beauty is a deep resonance with our origin and our purpose. Whether you are a seaweed, a shark, a crayfish, you were made beautiful, and your purpose is to display beauty.

All beauty has its origin in love. And in humble brokenness. Drew added to my art work in the old and squeaky elevator where I had written Pauls words about love from Corinthians 13. My letters in German that covered the walls were roughly painted. He artfully wrote the English version in pink in between my lines. And one day maybe someone adds an Arabic version in light green.

Everything seems to move in circles. For the Israelites there was a rule. As displaced people they were given a new home, each family got land, all were equally blessed. And all 49 years this original state of equality had to be restored. Some had lost everything, others had become slaves, but every 49 years there was redemption. All had to return to their original riches. All mistakes, all failure was forgiven. A reference Jesus made before his death and resurrection. We all need to be redeemed.

We had built the Sharehaus Refugio with good partners, and we were enriched by great friendships and grew as a collective through failures and successes.

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Sitting in my cave, naked and bubbling, I know they were the right partners to built this dream with. When we left, our Sharehaus had grown to a big network and an amazing collective. Return to your first love.

A Sharehaus is about depth. As a Refugio family we had long talks about community, peace and respect. We discussed values and ethics together, we shared personal stories, we worked and ate together and hugged in good and bad times. There was always beauty and art. And it continues. I learned a new depth of life with this new family. And I could collect seeds for an even richer garden.

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Now we are looking for our first Sharehaus for families in Berlin. A home for the some of the Refugio families still living in a single room. A home for friends and family. This as been our plan from the beginning. And this time the Sharehaus will come with a creative office, with a space for Work In Progress how Elke calls it, a storefront or a workshop, open to all.

A Sharehaus is always a work in progress, a place of golden redemption in brokenness, a space, where the art of community can be lived.

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Dear friends,

we as the Sharehaus are a growing community and we are a few more to share stories, ideas and dreams here as well as how the Sharehaus garden is growing. We meet as a community around longtables and talk and share and develop moon projects (impossible ideas that are made possible). And in the last month my role at the Sharehaus Refugio has changed to make communities grow better.

The Sharehaus is an upside down world. Mostly, because we are still trying. And if you change your perspective sometimes, it is the right way around. Too many people said, this Sharehaus cannot work. And yet the Sharehaus Refugio worked and is even better today. 

Once far in the African South we had a dream: a community of peace. And looking at all who we work and live with at the Sharehaus Refugio this dream has come true, because God has a dream and we are just dreaming with, being part of a heavenly body on earth. It’s a simple dream, peace, equality, sharing, yet an upside down concept in our world.

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Up to 45 people live in Berlin at the Refugio in a sharing community of respect and with curiosity for each others, around 200 and more come here every day, not counting the events and celebrations. Sharing a meal, hanging out in the café, joining a workshop, I see amazing friendships growing across cultures and faiths. Some don’t like each others, some couples fight, some argue over politics, but we all get through that because we feel hope. A Spirit present. A fruitful one. At the Refugio the fifth baby is on the way, only after 19 month! 

So you remember? We called it: Big dreams, small steps. Now the dream is very much alive, the community a garden of most diverse plants with each playing an important part. We started in a rough terrain with hard soils and a chaotic creative plan, now this is a refuge for many who feel lost, even if they just come to the café. People who feel there have nowhere else to go.

The Sharehaus was born from a dream of every person being able to blossom and evolve with god-given talents and abilities in a respectful community of equals. After some months of listening to God we finally handed over the Refugio last Friday to widen the tent space of the house and to plant more places of hope. When I symbolically handed over the keys to Harut who we chose to steward the Refugio, I looked at the familiar faces knowing each of their stories so well. I was looking at my new family.

Achmed, born 7 month ago as the first baby in the house. He is a miracle. Both parents separated by war, found each others at the Refugio again. When he sees me Achmed is doing his bright Somali Elvis Presley Smile and I can understand God’s dream becoming a person. To smile at us. And God’s dream is way stronger then the darkness overshadowing the world.

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With my pale feet on the black sand of La Gomera around Christmas last year I saw more of Gods dream. Anton and me had just bodysurfed some waves that came crashing in from the Atlantic. We we were fearful at first. Pebbles and rocks rolled under our feet and hit our legs, then a few meters in we were on a smooth sandbank and surfed the warm green water. El Tiede, Spains highest mountain, was right opposite, a steep volcanic cone covered in snow and mist like a mystical Japanese mountain. 2017 was revealing some new a beautiful things to us. And what I was longing for slowly became reality. If flowing with the Spirit was what I longed for, then I had to break open my mental nutshell of the single child.

In my bed deep at night when the locals of San Sebastian were still celebrating down in the streets we had a dream, us, let’s say, my mind and the Spirit and me. We dreamt of a network of Sharehauses around the world, and a family of likeminded people and their houses of hope and hospitality. A network with friends like Claudia on La Gomera who had started a non profit in South India to empower impoverished women, so they were able to sow and tailor for a living. The wealthier ladies wanted to join as well, she said, that’s when she realised the opportunity to make them share and work together when usually they are separated by class and caste. She is an artist with little funds, but she had planted seeds of love that grew unexpectedly.

A Sharehaus network where what Bonhoeffer called new monasticism was lived, the every day interaction in the world living the sermon on the mount. Like at the Refugio.

Leaning into the serpentines to cross the steep island, swaying left and right like in a rowing boat, we had a dream. A revelation of things to come. in this network of was a monastic place in the south we wanted to run. Very simple, like the summer hut of my grandparents on an island in Sweden, a few rocks, wood, a water pump and a gas stove, but this time with orange and olive trees and some sheep grazing around, not too far the sea. A monastery of a new kind. Simple life, slow food, art, song, love, meditations, healing, sharing, favourite books and garden work. Like the Sharehaus Refugio, just much simpler and with space for silence hearing God’s voice. No idea where exactly it would be, just that it would.

Warming up in the sun next to a well tanned man with pony tail and a tanga, some talkative kids listening music and drinking beer, we had a dream, a dream of a deeper life within. Do you know that feeling, that longing? Especially on a beach you might have had it before. This feeling life could be so simple. And less shallow, but deep like the ocean, high like the sky, wide like the horizon.

Our little monastic retreat would be close to the sea and the mountains with deep wells of fresh water. And we would be able to enjoy the company of like spirited people for longer than a coffee. One week, months, colonies of heaven ourselves, enriching each others as family, nomadic, broken, but strong together. Conversations and rich silences during beach walks, swims, prayers, gardening, cooking, eating, hanging out. Like when we lived in Bangkok or South Africa and we had friends and family over for weeks in a time. The Sharehaus Refugio in the heart of Berlin had grown to a true community, now we longed for really deep time together, and alone. And many of the Refugio do too. Many are longing for a place in nature.

Friends, enjoying a cold beer among locals, the salt of day on my skin, the taste of the ocean on my lips and the tender company of my family, we had a dream. In times of political craze and fascism on the rise, we need communities of peace and contemplation. Places of meditation and action, as heaven transforms inside out. Places open to all seekers as the Spirit was poured out on all humanity.

In that dream was a clear command for me: Make disciples. Awaken followers of God, lovers of Jesus, guide seekers to embrace ecstatically their identity. Teach how to dance with God and how to live in community with her.

With the warm water licking my feet at the black beach of La Gomera we had a dream. A dream of community not only with people, but with creation as well. It all was connected as there is nothing not spiritual. Everything is drawn into the dance of creation and as much when we want to think creation evolves around our achievements and mistakes. How small my otherwise big feet were on the black volcanic sand of La Gomera, a rocky island that looks a bit like a juice press with high ridges in the middle. Melted lava lay in big boulders nearby. Nobody knew when they had come rock’n rolled down the mountain.

In Berlin I love the creative density of life, and I suffer form the arrogant autism of culture. We dance our daily routines and end up next to young people talking drunken nonsense at a Vietnamese soup place. It’s like a time warp. Elke and me are listening to the boring banalities of young bright and beautiful people longing for meaning, longing for a deeper connectedness. 30 year ago we did exactly the same. I remember how lost and alive at the same time I felt back then.

With the crunching sound of snow under my feet I was walking on our Refugio rooftop garden and had a dream. The little me and the majestic us, we had a dream. A retreat, a monastic place in the south and a network of modern day monasteries, Sharehauses. In this network a young or older seeker could come working in the garden of a Sharehaus in Spain, meditate and live community life without having money. A writer can join for a 2 week retreat to discover the well of inspiration inside again and to live a simple life of stillness, service and sharing. Guest can pay what they have. In the evening the local shepherd, the refugee from the farm next door and the surfer join in to share more than a meal, but stories and a hunger for greater things in life.

Jogging along the frozen channels of Neukölln, warming up in the still and cold air, keeping up to the young lads with their fast and skinny legs, we have a dream. A network of Sharehauses that are creative monasteries with Jesus-loving New Agers on the Canary Islands, or with freedom loving farmers in a cooperative in Canada, with run-aways on the West Coast, with creatives and orphans in Cape Town, with women and children in Southern India …

When we kneeled on Christmas in the old church of La Gomera where Columbus was sent of to America we had a dream. God had become a baby and we were all were allowed, catholic or not, to come forward to kiss Baby Jesus. It was a real baroque baby made of porcelain as big as a small boy. God a child, a human being. It was in the best sense a scene of a Fellini movie, tender and funny. Old ladies, young men with tattoos, families with well-ironed shirts and skirts, a handicapped woman, a poor, a rich, kids, me, we were all invited to kiss baby Jesus.

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Dear friends, I know, I know. Why can’t God be distant like a holy mountain? Mighty like the Milk Way? Why become a human? A baby!? Well, you might have heard some theology, but what I hear is different: Don’t mess with an artist. God a baby? It is a genius plan to turn our little world upside down. Right. You think you know crazy people? God is really really crazy. And for sure His wisdom seems like foolishness to us. It’s like with an artwork.You either love it or hate it. Only that this time you are part of it.

Sitting at the benches outside the Vietnamese restaurant with all the nonsensical youth, all of a sudden gravity is reversed, thy sky is the ground and we start floating, bowls swirl and we grab each others not to fly away. The sun is still shining, people yelling and laughing. Freeze. Great picture of a street scene where people and things start flying. And then all fall back onto their places, marvelling. Traffic and and dogs with owners passing by as usual.

Conversations certainly change after that. What was that? How could that happen? Where is my beer, my soup? Where is science? Rock’n Roll! People marvelled at Jesus, God walking around with a gang of disciples shaking up our small world? Jesus said crazy things, especially about love, never about to start a religion. And yet he said all the old laws and regulations were just a part of the bigger picture, like our world. And all has space in Him, who brings all back to one thing, true love.  Oh, I know, but if when why. Why not embrace a God who can hug you and is not ruling from a distance, or a nebulous universe, or a bag full of arguing goddesses. Why not try the obvious. God is right in your face. Especially when you sit at a narrow bench at a Vietnamese soup restaurant.

Dear friends, don’t argue with a great artist. We are but a speck in a creative universe, and possibly not Gods’s only creation. Don’t argue with a great artist, the greatest there is. So great, we can become one with Her and yet be unique in our creative expression. Scary, I know. I am scared too. That’s why she sent me to start something new and to let the Refugio grow without a controlling and overachieving Sven.

Dear friends, this life as difficult as it seems, it is more like one dance of many. In this new season I am learning again to open my hands to receive, to accept to be led into a new dance. And as much we are letting go, I found a family and deeply inspiring friends still dreaming and dancing with us.

As we are leaving the wild creative growth of the Sharehaus Refugio into good hands of a team that can tend the lush and beautiful garden of this heavenly community, we are called to serve again a greater dream. It’s ours and yet God dreamt it long before we were born.

Wow, yes, I really love His amazing art studio, the boiler room of Her splendid and life giving creativity.

From a sunny garden in Mallorca, a bird singing after a cold night,

Sven and me and a greater Spirit.

Liebe Freunde,

als Sharehaus sind wir eine wachsende Gemeinschaft and bald sind es auch andere, die hier Geschichten erzählen, Ideen und Träume teilen, und auch wie der Sharehausgarten wächst. Wir treffen uns als Gemeinschaft rund um den longtable, reden, teilen, und entwicklen moon projects (unmögliche Ideen, die möglich gemacht werden). Und im letzten Monat hat sich meine Rolle im Sharehaus Refugio sehr verändert, damit die Gemeinschaften besser wachsen können.

Das Sharehaus ist eine verkehrte Welt. Meistens, wir üben noch. Aber wenn man seine Perspektive ändert, stimmt es wieder. Ne Menge Leute sagten, dass das Sharehaus nicht funktionieren kann. Gibt’s nicht! Und doch entstand das Sharehaus Refugio und wird immer besser.

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Damals im afrikanischen Süden hatten wir einen Traum: eine Gemeinschaft des Friedens. Und mit Blick auf alle die, mit denen im Sharehaus Refugio arbeiten und leben, hat sich dieser Traum verwirklicht, denn Gott hat einen Traum und wir träumen ihn mit. Es ist ein einfacher Traum von Frieden, Gleichheit, Teilen, aber völlig verkehrt in unserer Welt.

Bis zu 45 Menschen leben in Berlin im Refugio in einer gemeinsamen Gemeinschaft  voller Respekt und Neugier für einander, und so 200 Menschen kommen jeden Tag hierher, ohne die Events und Feste zu zählen. Beim gemeinsamen Essen, im Café abhängen oder bei den Workshops sehe ich erstaunliche Freundschaften entstehen, die über Kulturen und Glauben hinweg wachsen. Manche mögen sich nicht, einige Paare streiten, manche geraten sich wegen Politik in die Haare, aber wir kriegens hin, weil wir Hoffnung haben. Einen Geist. Einen fruchtbaren. Inzwischen ist im Refugio das fünfte Baby unterwegs, und das erst seit anderthalb Jahren Refugio.

Erinnert ihr euch? Wir nannten es: Große Träume, kleine Schritte. Jetzt ist der Traum sehr lebendig, die Gemeinschaft ein Garten verschiedensten Pflanzen, in der jede eine wichtige Rolle spielt. Wir begannen auf rauem Gelände mit harten Böden und einem chaotischen kreativen Plan, heute ist das Sharehaus Refugio eine Zuflucht für viele, die sich verloren fühlen. Manche kommen sogar ins Café, weil sie sonst nicht wissen wohin.

Das Sharehaus wurde aus einem Traum geboren, dass jeder Mensch mit seine  gottgegebenen Talente und Fähigkeiten in einer respektvollen Gemeinschaft aufblühen darf. Nach ein Monaten Hinhören haben wir am vergangenen Freitag endlich das Refugio übergeben, um das Hauses innen stärker werden zu lassen und damit wir mehr Orte der Hoffnung, mehr Sharehäuser starten können. Als ich symbolisch die Schlüssel an Harut übergab, den wir als neuen Leiter ausgesucht hatten, sah ich in die vertrauten Gesichter, deren Geschichten ich so gut kenne. Was ich sah war meine neue Familie.

Achmed, der vor 7 Monaten als erstes Baby im Haus geboren wurde, ist ein Wunder. Beide Eltern wurden vom Krieg getrennt, und fanden sich im Refugio wieder. Wenn er mich sieht lacht Achmed sein breites, somalisches Elvis Presley-Lächeln und ich kann Gottes Traum besser verstehen, ein Mensch zu werden. Um uns anzulächeln. Verrückt. Und Gottes Traum ist viel stärker als die Dunkelheit, die die Welt überschatten will.

Mit meinen hellen Füßen auf dem schwarzen Sand von La Gomera an Weihnachten sah ich mehr von Gottes Traum. Anton und ich hatten eben einige krachende Atlantikwellen ohne Brett gesurft. Erst waren Kiesel und Steine unter unseren Füßen gerollt und gegen sie Beine geprallt, aber ein paar Meter weiter standen wir auf einer glatten Sandbank und surfen das warme, grüne Wasser. El Tiede, Spaniens höchster Berg, lag gegenüber, ein steiler vulkanischer Kegel bedeckt in Schnee und Nebel wie ein mystischer japanischer Berg. 2017 brachte ein paar schöne, neue Dinge für uns. Wonach ich mich sehnte, wurde langsam Wirklichkeit. Wenn mit dem Geist wehen und fliegen war, wonach ich verlangte, dann musste ich meine geistige Nussschale des Einzelkindes aufbrechen.

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Tief in der Nacht, als die Einheimischen von San Sebastian auf der Straße noch feierten hatten wir einen Traum, meine Seele, der Geist und ich. Wir träumten von einem Netzwerk von Sharehauses auf der ganzen Welt und einer Familie von ähnlich begeisterten Menschen mit ihren Häuser der Hoffnung und Gastfreundschaft. Ein Netzwerk mit Freunden wie Claudia auf La Gomera, die in Südindien eine gemeinnütziges Projekt begonnen hatte, um verarmte Frauen so auszubilden, dass sie vom Nähen und Schneidern leben können. Dann wollten die wohlhabenderen Frauen auch mitmachen und ihr dämmerte, dass hier Frauen zusammenkamen, die sonst von Klasse und Kaste getrennt sind. Claudia ist eine Künstlerin mit wenig Geld, aber sie hatte Samen einer Liebe gepflanzt, die unerwartet wuchsen. Ein Netzwerk mit solchen Menschen, die auch eine neue Klösterlichkeit lebten, wie Bonhoeffer es nannte, das tägliche Leben der Bergpredigt. Wie im Refugio.

Als wir uns in die Serpentinen lehnten, um die steile Insel zu überqueren, nach rechts und links schwankend wie in einem Ruderboot, hatten wir einen Traum. Eine Offenbarung der kommenden Dinge. In diesem Netzwerk war auch ein Art Kloster. Ganz einfach, wie die Sommerhütte meiner Großeltern auf der Schäreninsel in Schweden, ein paar Felsen, Holz, eine Wasserpumpe und ein Gasherd, aber diesmal mit Orangen- und Olivenbäumen und einigen Schafen, die nicht zu weit zum Meer weiden. Ein Kloster einer neuen Art. Einfaches Leben, schlichtes Essen, Kunst, Singen, Liebe, Meditationen, Heilung, Teilen, Lieblingsbücher und Gartenarbeit. Wie das Sharehaus Refugio, nur viel einfacher und mit Raum für die Stille, um Gottes Stimme besser zu hören. Keine Ahnung, wo wir dieses Kloster haben würden, ich wusste nur, es kommt.

Als wir uns in der Sonne aufwärmen neben dem gut gebräunten Mann mit Ponyschwanz und Tanga, plappernden Jugendlichen, die Musik hörten und Bier tranken, hatten wir einen Traum, einen Traum von einem tieferen Leben im Innern. Kennen ihr dieses Gefühl, diese Sehnsucht? Vor allem an einem Strand hat man sie manchmal. Dieses Gefühl, das Leben könnte so einfach sein. Weniger oberflächlich, sondern tief wie der Ozean, hoch wie der Himmel, breit wie der Horizont.

Unser kleines Kloster ist nah am Meer und den Bergen, und hat einen tiefen Brunnen mit frischem Wasser. Da könnten wir länger als einen Kaffee die Gesellschaft schöner Menschen genießen. Eine Woche, Monate, wir selbst Kolonien des Himmels, die sich als Familie bereichern, nomadisch, heimatlos auf der Welt, gebrochen, aber zusammen stark.

Lange Gespräche und reiche Stille während Strandspaziergängen, Schwimmen, Gebeten, Gartenarbeit, Kochen, Essen, Abhängen. Als wir in Bangkok oder Südafrika lebten, hatten wir wochenlang Zeit für Freunde und Familie. Das Sharehaus Refugio im Herzen Berlins war zu einer wahren Gemeinschaft gewachsen, jetzt sehnten wir uns nach einer wirklich tiefen Zeit zusammen und allein. Wie viele im Refugio. Mehr als die Hälfte sehnen sich nach einem Ort in der Natur.

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Freunde, als ich ein kaltes Bier unter Einheimischen trank, das Salz des Tages auf meiner Haut, den Geschmack des Ozeans auf meine Lippen und die zärtliche Gesellschaft meiner Familie, hatten wir einen Traum. In Zeiten des wachsenden politischen Wahnsinns und des Faschismus brauchen wir Gemeinschaften des Friedens und der Kontemplation. Orte der Meditation und Erneuerung nach draußen, denn Himmel verwandelt uns von innen nach außen. Wir brauchen Ort offen für alle Sucher, weil der Heilige Geist ausgegossen wurde auf die gesamte Menschheit.

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In diesem Traum war noch ein klarer Befehl für mich: Such dir Schüler, Nachfolger Gottes, Jesus Geliebte, Sucher, die ekstatisch ihre wahre Identität umarmen wollen. Lehre, wie man mit Gott tanzt und wie man in Gemeinschaft mit ihr lebt.

Als das warme Wasser meine Füße am schwarzen Strand von La Gomera leckte hatten wir einen Traum. Ein Traum der Gemeinschaft nicht nur mit den Menschen, sondern auch mit der Schöpfung. Alles ist verbunden, denn es gibt nichts, was nicht spirituell ist. Alles wird in den Tanz der Schöpfung hineingezogen, auch wenn glauben, dass sich die Schöpfung um unsere Errungenschaften und Fehler dreht. Wie klein meine sonst so großen Füße aussahen auf dem schwarzen vulkanischen Sand von La Gomera, der felsigen Insel, die ein wie eine Saftpresse aussieht mit hohen Kämmen in der Mitte. Geschmolzene Lava lag in großen Brocken in der Nähe. Niemand wusste, wann sie den Berg runter gerock’n rollt waren.

In Berlin liebe ich die kreative Dichte des Lebens, und leide an dem arroganten Autismus der Kultur. Wir tanzen unsere täglichen Routinen und sitzen draussen vor einem vietnamesischen Restaurant neben jungen Leuten, die betrunkenen Blödsinn reden. Zeitreise. Elke und ich hören den langweiligen Banalitäten junger, kluger und schöner Menschen zu, die Sehnsucht nach Sinn und einer tieferen Verbundenheit haben. Vor 30 Jahren taten wir genau das gleiche. Wie verloren und lebendig zugleich ich mich fühlte damals.

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Mit dem Knirschen des Schnees unter meinen Füßen ging ich über unseren Refugio Dachgarten und hatte einen Traum. Das kleine Ich und das majestätische wir, wir hatten wir einen Traum. Einen Rückzugsort, ein Kloster im Süden und ein Netzwerk von modernen Klöstern, Sharehäusern. In diesem Netzwerk konnte ein junger oder älterer Suchender im Garten eines Sharehaus in Spanien arbeiten, meditieren und leben, ohne Geld zu haben. Ein Schriftsteller kann für einen zweiwöchigen Auszeit kommen, um den Brunnen der Inspiration innen wieder zu entdecken, ein einfaches Leben der Stille, des Dienens und des Teilens. Gast kann zahlen, was sie haben. Am Abend könnte der Schäfer vorbeikommen, der Flüchtling vom Hof nebenan und der Surfer, um nicht nur eine Mahlzeit zu teilen, sondern auch Geschichten und den Hunger nach größeren Dingen im Leben.

Als ich entlang der gefrorenen Kanäle von Neukölln langlief und in der ruhigen und kalten Luft warm wurde und versuchte den Jungs mit ihren schnellen und dünnen Beinen zu folgen, hatten wir einen Traum. Ein Netzwerk von Sharehäusern. kreative Klöster mit Jesus liebenden Esoterikern auf den Kanarischen Inseln, oder mit freiheitsliebenden Bauern in einer Genossenschaft in Kanada, mit von zu Hause weggelaufenen an der amerikanischen Westküste, mit Kreativen und Waisen in Kapstadt, mit Frauen und Kinder in Südindien …

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Als wir an Weihnachten in der alten Kirche von La Gomera knieten, von wo Columbus nach Amerika geschickt wurde, hatten wir einen Traum. Gott war als Baby zu uns gekommen und wir durften, katholisch oder nicht, nach vorne kommen, um das Jesuskind zu küssen. Es war ein barockes Kleinkind aus Porzellan, groß wie ein kleiner Junge. Gott ein Kind, ein Mensch. Es war, im besten Sinne, die Szene eines Fellini-Films, zärtlich und komisch. Alte Damen, junge Männer mit Tätowierungen, Familien mit gut gebügelten Hemden und Röcken, eine behinderte Frau, ein Armer, ein Reicher, Kinder, ich, wir alle wurden eingeladen, das Jesuskind zu küssen.

Liebe Freunde, ich weiß, ich weiß. Warum kann Gott nicht fern sein wie ein heiliger Berg? Mächtig wie die Milchstraße? Warum Mensch werden? Ein Baby!? Klar, ihr habt schon etliche Theologie dazu gehört, aber was ich höre, ist anders: Leg dich nicht mit einem Künstler an. Gott ein Baby? Alles klar! Im Ernst, was für ein genialer Plan, unsere kleine Welt auf den Kopf zu stellen. Du denkst du, du kennst verrückte Menschen? Gott ist so richtig richtig verrückt. Seine Weisheit erscheint uns wie Torheit. Und mit seiner Schöpfung ist es wie mit einem Kunstwerk. Entweder man liebt es oder hassen es. Nur, dass du diesmal ein Teil davon bist.

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Wir sitzen auf den Bänken vor dem vietnamesischen Restaurant mit all der brabbelnden Jugend, all plötzliche Schwerkraft aufgehoben ist, der Himmel wird zum Boden und wir fangen an zu schweben, Schüsseln wirbeln und wir packen uns gegenseitig, um nicht wegzufliegen. Die Sonne scheint, die Leute schreien und lachen. Stopp. Großartiges Bild einer Straßenszene, in der Menschen und Dinge zu fliegen beginnen.Verkehrte Welt. Und dann fallen alle auf ihre Plätze und staunen. Autos und Hunde mit ihren Besitzern ziehen vorbei wie immer.

Die Gespräche sind sicher anders danach. Was war das? Wie konnte das passieren? Wo ist mein Bier, meine Suppe? Wo ist die Wissenschaft? Rock ‘n’ Roll! Die Menschen staunten über Jesus,  denn Gott wanderte mit einer Gang von Schülern umher, um unsere kleine Welt auf den Kopf zu stellen. Jesus sagte verrückte Dinge, vor allem über die Liebe, und nie darüber eine Religion zu starten. Und doch, sagte er, waren alle alten Gesetze und Vorschriften nur ein Teil des eines größeren Bildes, wie unsere begrenzte Welt nur ein Teil ist. Und alles das, was früher als richtig galt, hat Platz in ihm, weil er alles auf eins zurückbringt, die wahre Liebe.

Klar, aber wenn wie warum!? Warum nicht einen Gott zulassen, der dich umarmen kann und nicht aus der Ferne oder als nebulöses Universum oder eine Tüte voller streitender Göttinnen herrscht. Warum nicht das annehmen, was so offensichtlich ist. Gott schaut dir ins Gesicht Vor allem, wenn du auf einer schmalen Bank vor einem vietnamesischen Suppe-Restaurant zu sitzt

Liebe Freunde, legt euch nicht an mit dem großen Künstler. Wir sind nur ein Klecks in seinem kreativen Universum, und möglicherweise nicht die einzige Schöpfung Gottes. Streiten euch nicht mit einem großen Künstler, dem größten, den es gibt. So großartig, dass wir eins werden mit ihr und doch einzigartig in unserem kreativen Ausdruck sein können. Durchgeknallt, ich weiß. Ich fürchte mich auch manchmal davor. Deshalb schickt sie mich jetzt fort, etwas Neues zu beginnen und das Refugio ohne meine Kontrollsucht und übertriebene Begeisterung wachsen zu lassen.

Liebe Freunde, dieses Leben, so schwierig es scheint, ist ein Tanz von vielen. In dieser neuen Zeit ohne Refugioleitung lerne ich wieder meine Hände zu öffnen und zu empfangen, zu akzeptieren, um in einem neuen Tanz geführt werden. Und gleichzeitig weiss ich, im Refugio fand ich eine Familie und tief inspirierende Freunde, mit denen ich weiterträumen und -tanzen werde.

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Jetzt da wir das wilde kreative Wachsen des Sharehaus Refugio in guten Händen eines Teams legen, das den üppigen und schönen Garten dieser himmlischen Gemeinschaft pflegen kann, sind wir gerufen, wieder einem großen Traum zu dienen. Es ist unser Traum und doch hat Gott ins längst geträumt, lange bevor wir geboren wurden.

Wow, ja, ich liebe wirklich sein wildes Atelier, der Maschinenraum ihrer herrlichen lebenspendenden Kreativität.

Aus einem sonnigen Garten auf Mallorca, ein Vogel singt nach einer kalten Nacht,

euer Sven, und ich und ein größerer Geist.

Love and death

 

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We arrived in one of the darkest places, our first time to the United States. The early Michigan night was pitch black and the sky full of stars, no clue where we were. It was dark but we were welcomed with hugs and laughter and soft carpets to walk on barefeet. When I started to write my story about love an death the new president had not been elected yet. Nobody we met was happy with both canditates anyway. A dark place to be left with no choice.

When the sun rose I saw deer jumping through the thicket from a pond back into the safety of the almost leafless forest. The mist rose form the damp meadows, it felt like new frontiers. It was, taking the Sharehaus to yet another continent. From Africa to Europe and now to America!

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Deep darkness, it feels as if I am understanding it for the first time. God is in deep and thick darkness even when it feels like death, an absence of light. In deep as a Scandinavian I know within there can be a comfortable darkness in winter waiting for spring. I never forget how an Indian girl I once met in Berlin had fallen in love with the dark north of Sweden when aupairing. The sun never rose above the horizon that winter, but the stars and northern lights shone bright and reflected in the surface of the snow.

We were able to travel a lot this year. The world had come to us at the Refugio to form a very international community, it made us hungry to see the world again. We had been to Jordan the year before to visit our daughter and and were in invited by Malakehs to visit and pray with her mother in Amman. I so love the generosity of God that is not interested in religion. When we prayed her knee, an old fear left and she could walk. Then Sufi friend Esra invited us and we flew to southern Turkey to meet her family and to get some sunshine. It is a time of firsts including my families hometown Gothenburg, Amsterdam and now Michigan. The water in Turkey was lush and warm very salty. You could look down several meters to the ground into it’s greenblue world. At night we listened to a highway that was between our abandoned holiday home and the endless beach. Mediterranean countries seem all the same. People enjoy having coffee, tea, nibbling olives, hanging around, talking, truly resting in Gods arms and not worrying too much. Here and there is an abandoned and half built hotel or a crumbling concrete wall next to a palm tree and a hungry cat bathing in the sun. And lots of old people just enjoying life and being part. Where are we hiding our elderly in Germany?

Our holiday home was gift for a week, it  had marble floors and broken handles, sticky surfaces, a staircase we only could climb bowing low and the sound of whining cars form the nearby highway. Arriving at our new place in the dark we ha had almost turned around and left again, alienated. But we stayed, in the darkness of this new world.

I love travelling and in the same time I feel the death of my own world when being at completely different places. I always loved the roughness of the new, but it feels as if it now takes time to discover the subtle joys of other worlds. They are not new on the surface anymore, globalisation has it. You have to go deeper to feel the eros of desiring and wanting to understand the other.

Searching for a cold beer I ventured with a tiny and slightly borken bicycle into the next village where I was greeted by an old man who shook my hand and welcomed me with a smile before he led me into his tiny store switching on the only light bulb there was. Turkey has real men, well dressed, polite but not insecure. And the have withered and unique faces, full of character like men of the old world, Serge Gainsbourg or Picasso.

All my life I wanted a way to be this old man in a blazer, seeing the world with his eyes. Just for an hour, or a day. Or being a sparrow high above the rooftops of Berlins. Or being the singing girl selling soup in a busy street in Bangkok. Maybe impossible, like time travel, because being the other all eros would be gone, all wonder. Yo can’t be tree and in the same time hugging it. But you can get close, as we are deeply connected.

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Sleeping in somebody’s elses bed we felt like nomads or thieves staying for some nights in an abandoned holiday village on our journey to …? We didn’t try to get form Syria to Europe, but I felt like it, uncertain and lost. Not belonging. We longed for belonging somewhere. As much we like to venture into the wild. Here under the Tukish sky I neither felt myself or somebody else. My old identity seemed lost, my new not found yet. Strange feeling. I am an new creation, and I know and I feel how Jesus has overcome death even though I might still be bound to physically die in this world. Yet I am in the middle of this world, in darkness. What I craved was the rest in someone’s arms, bigger than us.

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Looking at the world and it’s new nationalism, many feel dishearted. The leaves are falling, diversity becomes blandness, and we are retrackting, feeling powerless.

I felt my life was going thorugh a similar stage, a season of pruning. It hurts, but to yield more fruit we have to be cut back. I love being the father of the Refugio, the visionaire, the project developer, the friend and spiritual guide, the handyman, the planner, the PR guy, the writer and storyteller. An yes, the husband and the father of my own kids, the son and brother to my family. I almost forgot, and that is the point. I can’t be it all. Pruning. Is needed. Cutting back the unnecessary in autumn to enable new growth in spring. With winter as death in between.

It seems to be a natural life circle, so why were all so distraught when Jesus was hanged  and dead? It is a rhetorical question. I would have wept! All these signs and wonders, the divine revolution! And then: death! The end of it. What a disappointment, walking don the street to Emmaus.

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I think of my friend Hein who died too young. He could not be resurrected, nor by defilibrator nor by our prayers for hours, strangly smiling while his body didn’t lose it’s warmth. He left behind a good life with wife and kids, yet I felt afeter a few days he had chosen to stay in this new rest he had entered. It felt I see him still smiling in the cloud of witnesses sourrounding us, the cloud of love beyond, Hein living a resurrected life.

Entering this new place of death and love, he must have seen the bigger picture in which his family would be ok without him. They weren’t for me, but in a wider scope he must have seen them being held savely in Gods arms, or he would have returned.

It is a picture I get sometimes praying for the abandoned, the lost, refugees drowning in the sea in overcrowed boats. Once I felt connected to an African woman in hwr 30s who had boarded with all hopes set for Europe, but then the boat had capsized. 700 drowed, most trapped in the lower deck. She was among them, sinking to the bottom of the Mediterrean. It was dreadful, but then I felt her forgiveness and peace. She had entered a geater rest, the perfect refuge. It was a strange comfort coming from someone killed by the loveless darkness of the world.

There is deepest sadness about the atrocities and evilness of this world, all of them should haven been avoided, but they happen. And there is a triumph, where all scars, pain, tears, terror will be wiped away and not define us anymore, because death has lost it’s sting, was overcome because after all, love wins.

In Turkey I felt death, mine, the worlds, the death of my dreams and desires, and in the same time a deeper peace.  We were at an ancient place, tanning in the hot sun at the beach with trucks passing by behind when Elke started piling pebbles. Yes pebbles.

There was nothing else to do but to pile pebbles. No internet, no fresh fish to buy, no car, no neighbours, just Elke and me, and some goats ringing their bells invisible on a hill nearby. With no distractions one faces own fears. Mine felt huge suddenly. Having to pay unexpected taxes, battling a flu, politics, new job, being able to write or not, kids, mother, sisters. No big threats but they felt heavy on my heart. I had worn myself down worrying, and the only way to prepare for new fruit was letting go and let him prune. I even struggled to sleep. Unheard of Sven.

I love visting my mother, we chat a bit, then I get sleepy after 30 minutes and have to lie down quickly, unable to keep my eyes open anymore. She doesn’t mind, I am her son and kids have to sleep in the middle of the day, even when they are 51. She seems content that the little time I spend with her I snore next door on the couch while she is reading a novel and watching tv and writing an email on her ipad with a mug of cold coffee in one hand and a cookie in the other. Maybe her being at work makes me relax. She always was a hard worker.

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My mother is beautiful and elegant, reclining on a day bed overseeing her empire of books and notes around her, sourrounded by traditional African masks on the walls and some of her older paintings. When she ventures into the world at almost 80 she clearly in command of things, and yet there is this young girl in her, giggling along with me when we have a cappuchino at the Eiscafé watching people, a stunningly alikelooking gay couple with dogs, an eldery ladies ordering huge portions of ice cream or talking about silly people we remember. I feel very rested having slept on her couch.

The same cosy tiredness came when whe started piling flat pebbles at the beach, grey and red ones, some with white lines, some smooth and shiny like marbles, others dark and soft, all formed by relentless waves over centuries and lifted upon this beach so we could play with them. Elkes piles of pebbles looked like little Buddhist temples and we started taking them home to our house and in the end we took some home to Berlin. Yes, we took them all home.

We just had hand luggage to fly with and at the airport we pretended our bags were really light when they felt like bags of cement. At our Berlin home I now have to move around very very gently because a fragile pile of pebbles might collapse somewhere.

When the sun rose we could explore the Michigan landscape. We met Amish farmers on horsecarts going to social, pick-ups ached by sometimes, everybody waving friendly and smiling. Elke and me were laughing. Our 10 years in South Africa had prepared us for this, and our recent visit to Amsterdam. People in Michigan have Dutch and Scandinavian hertiage. Tall people. Somehow ancient. The Amish even speak something called Pensylvania Dutch. New frontier. I still felt lost.

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Pruning takes place. It hurts because the unnecessary is removed. It is important. To make this life worthwile. Be be alive and believe afresh. Our life is wasted if we become like big corporations, when we have to be like Thai street venors, working with only a few and always fresh ingredients every day to create delightful dishes. Less is more. Having little and being limited is good. An now y dancing partner, the Holy Spirit, has new moves for me. She leads. And she is not afraid of new steps.

We live in darkness, and the political development in the world seems to make it even darker. Yet there is a sky full of stars above us. Above all, there is light. The dreary darkness ist just a scare. It has cracks everywhere, so the light gets in. Leonard Cohen knew that. He died while Im am writing this. He reached the stars he could only describe until now. He tried hard, Greece and psycedelic encounters made him fly a bit, his songs made us soar.

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Looking at the bright stars in the dark I also realised a beautiful thing. I am not alone, and I made made more friends than I thought. Over a year at the Refugio I experienced what I had envisioned but maybe not really believed, that I have found new friends in an intentional community of the most different faiths and cultures, led by the Great Spirit.

He teaches me a new deep joy and calls us to live with him in unity and community. For me that is to celebrate life with old and new friends like Lee who invited us to Michigan and made us fill up our hearts. True community is surprisingly unspectacular. It is to drink wine, to dance and to enjoying the simple things like holding a baby, smiling at a friend, sleeping in my wifes arms or piling pebbles, small and big, colourful and grey. And again and again someone has to stack them together, as all community needs a divine hand that unites and turns  its attention towards the stars, the light the world can not overcome.

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Wir kamen an einen der dunkelsten Orte, unser erstes Mal in die Vereinigten Staaten von Amerika. Die frühe Michigan-Nacht war pechschwarz und der Himmel voller Sterne, keine Ahnung wo wir waren. Es war dunkel, aber wir wurden mit Umarmungen, Lachen begrüsst, und weichen Teppichen.

Als ich in der Dunkelheit anfing, meine Geschichte über die Liebe zum Tod zu schreiben, war der neue Präsident noch nicht gewählt worden. Niemand, den wir trafen, war mit beiden Kandidaten glücklich. Ein dunkler Ort ohne Wahl.

Als die Sonne aufging, sah ich Rehe, die durch das Dickicht von einem Teich zurück in die Sicherheit des fast blattlosen Waldes springen. Der Nebel stieg aus den feuchten Wiesen, er fühlte sich an als wäre cih ein Pionier am Rand der Welt. Und das wars auch, wir hatten das Sharehaus zu einem anderen Kontinent gebracht. Von Afrika nach Europa und jetzt nach Amerika!

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Tiefe Dunkelheit. Es fühlt sich an, als ob ich sie zum ersten Mal verstehe. Gott ist in tiefer und dichter Finsternis, auch wenn sie sich anfühlt wie der Tod, wie Abwesenheit von Licht. Es kann eine komfortable Dunkelheit sein im Winter, im Warten auf den Frühling. Ich vergesse nie, wie einmal in Berlin ein indisches Mädchen traf, das in den dunklen Norden Schwedens verliebt war. Die Sonne kam nie über den Horizont, aber die Sterne und Nordlichter leuchteten hell und spiegelt sich in der Oberfläche des Schnees.

Wir konnten viel reisen dieses Jahr. Die Welt war zu uns ins Refugio gekommen, um eine sehr internationale Gemeinschaft zu bilden.Das machte uns hungrig, die Welt wieder zu sehen. Wir waren im Jahr davor in Jordanien gewesen, um unsere Tochter zu besuchen und wurden von Malakehs eingeladen, ihre Mutter in Amman zu besuchen und mit ihr zu beten. Ich liebe die Großzügigkeit Gottes, der nicht an Religion interessiert ist. Als wir ihr Knie beteten,  wurde eine alte Angst sichtbar und musste gehen. Dann lud uns unsere Sufi-Freundin Esra in die südliche Türkei, um ihre Familie zu treffen und etwas Sonnenschein zu bekommen. Es ist eine Zeit der ersten Male, einschließlich der Heimatstadt meinner Familie: Göteborg. Amman, dann Amsterdam und jetzt Michigan.

Das Wasser in der Türkei war warm und sehr salzig. Ich konnte viele Meter bis zum Boden in die grünblaue Welt sehen. Nachts hörten wir die Autobahn, die zwischen unserem verlassenen Ferienhaus und dem endlosen Strand lag. Mittelmeerländer scheinen alle gleich. Die Leute genießen Kaffee, Tee, knabbern Oliven, hängen herum, reden, und ruhen in Gottes Armen. Sie machen sich nicht zu viel Sorgen. Hier und da ist ein verlassenes und halbgebautes Hotel oder eine bröckelnde Betonmauer neben einer Palme und einer hungrigen Katze, die in der Sonne badet. Viele alte Leute genießen einfach das Leben und und sind imner dabei. Wo, fragte ich mich, verstecken wir unsere Alten in Deutschland?

Unser Haus war ein Geschenk für eine Woche, es hatte Marmorböden und zerbrochene Handläufe Griffe, klebrige Oberflächen, eine Treppe, die so niedrig war, dass wir uns tief bücken mussten. Und das Geräusch von zischenden Autos von der nahegelegenen Autobahn. Als wir im Dunkeln ankamen, waren wir  wieder umgedreht, so fremd war es. Aber wir blieben in der Dunkelheit dieser neuen Welt.

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Ich liebe es zu reisen und gleichzeitig fühle ich den Tod meiner eigenen Welt, wenn ich an ganz anderen Orten bin. Ich liebte immer die Rauheit des Neuen, aber es fühlt sich an, als ob ich jetzt Zeit brauche, die subtile Schönheit und Freude anderer Welten zu entdecken. Die Globalisierung hat die Oberflächen angeglichen. Wir müssen tiefer zu fühlen, um noch das Eros der Anziehung zum Fremden zu spüren.

Auf der Suche nach einem kalten Bier redelte ich mit einem kleinen und kaputten Fahrrad in das nächste Dorf, wo ich von einem alten Mann begrüßt wurde, der meine Hand schüttelte und mich mit einem Lächeln empfing, bevor er mich in seinen kleinen Laden führte, um seine einzige Glühbirne einzuschalten. Die Türkei, dachte ich, hat echte Männer, gut gekleidet, höflich, aber nicht unsicher. Und sie haben verwitterte und einzigartige Gesichter, voller Charakter wie Männer die der alten Welt, wie Serge Gainsbourg oder Picasso.

Mein ganzes Leben lang habe ich mir gewünscht, mal so ein alter Mann in einem Blazer zu sein und die Welt mit seinen Augen zu sehen. Nur für eine Stunde oder einen Tag. Oder ein Spatz hoch über den Dächern von Berlins. Oder das singende Mädchen, das Suppe in einer belebten Straße in Bangkok verkauft. Vielleicht unmöglich, wie Zeitreise, weil ohne Betrachter alls Eros verschwunden sein würde, alle Wunder. Ich kann nicht der Baum sein und ihn in der gleichen Zeit umarmen. Aber wir können uns nahe kommen, kurz verschmelzen, weil wir tief verbunden sind.

Wie fühlten wir uns wie Nomaden oder Diebe  in fremden Betten zu schlafen. Als wären wir auf der Durchreise, nach … ? Wir versuchten nicht von Syrien nach Europa zu kommen, aber es war ähnlich unsicher und verloren. Ich fühlte mich nicht zugehörig. Und wir wollen alle irgendwo hingehören. So viel wir uns auch in die Wildniss wagen, wir brauchen ein Zuhause.

Hier unter dem türkischen Himmel fühlte ich mich fremd. Meine alte Identität schien verloren, meine neue noch nicht gefunden. Komisches Gefühl. Ich bin eine neue Schöpfung, und ich weiß und ich fühle, wie Jesus den Tod überwunden hat, obwohl ich in dieser Welt noch physisch sterben muss. Und doch bin ich mitten in dieser Welt, in der Finsternis. Wonach ich mich sehne, ist in den Armen dessen zu ruhen, der größer ist als wir.

Die Welt und ihre neuer Nationalismus kann einem Angst machen. Diese Dunkelheit, in der Vielfalt wieder eintönig wirdLangweiligkeit. Das Gefühl machtlos zu sein. Ich spürte, wie mein Leben in eine ähnliche Phase ging, eine Zeit der Beschneidung. Es tut weh, aber um mehr Frucht zu bringen, müssen wir zurückgeschnitten werden. Ich liebe es der Vater der Refugio, der Visionär, der Projektentwickler, der Freund und spirituelle Leiter, der Handwerker, der Planer, der PR-Typ, der Schriftsteller und Erzähler zu sein. Ein Ja, der Ehemann und der Vater meiner eigenen Kinder, der Sohn und Bruder zu meiner Familie. Hätte ich fast vergessen, und das ist das Problem. Ich kann nicht alles sein. Beschneidung. Muss sein. Der Weinstock wird im Herbst beschnitten, um neue Frucht im Frühjahr zu ermöglichen. Mit dem Winter als Tod dazwischen.

Es scheint ein natürlicher Lebenszyklus zu sein, warum also waren alle so verzweifelt, als Jesus gehängt wurde und tot war? … Klar, eine rhetorische Frage. Ich hätte geweint! All diese Zeichen und Wunder, die göttliche Revolution! Und dann: der Tod! Das Ende davon. Was für eine Enttäuschung, zu Fuß auf der Straße nach Emmaus.

Ich denke an meinen Freund Hein, der zu jung gestorben ist. Er konnte nicht wieder auferstehen, weder duch Defilibrator, noch durch unsere Gebete über mehrere Stunde. Seltsam lächelnd lag er da, während sein Körper wunderbarerweise warm blieb.

Er hinterließ ein gutes Leben, mit Frau und Kindern, und doch spürte ich nach ein paar Tagen, als ob er sich entschieden hätte, in dieser neuen Ruhe zu bleiben, die er erlangt hatte. Als wäre er in dieser Wolke der Zeugen ansah, die uns umgeben, die Wolke der Liebe jenseits, Hein, der ein auferstandenes Leben lebt.

Als er diesen neuen Ort des Todes und der Liebe betrat, muss er das größere Bild gesehen haben, in dem seine Familie ohne ihn auch ok wäre. Sie waren es nicht für mich, aber in mit dem Blick auf ein größeres Ganzes muss er gesehen haben, dass sie in Gottes Armen sicher waren, oder er wäre zurückgekehrt.

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Manchmal, wenn ich für die Verlassenen und Verzweifelten bete, die Menschen, die im Meer in überfüllten Booten ertrinken bekomme ich Antworten. Einmal fühlte ich mich mit einer 30jährigen afrikanischen Frau verbunden, die mit allen Hoffnungen auf Europa losgezogen war, aber dann war das Boot gekentert. 700 starben, die meisten im unteren Deck gefangen, sie unter ihnen. Es war schrecklich. Aber dann sah ich sie auf den Grund des Mittelmeers sinken und fühlte ihre Vergebung und ihren Frieden. Sie betrat eine neue Geborgenheit, eine perfekte Zuflucht. Ein seltsamer Trost von jemandem, der eben von der lieblosen Dunkelheit der Welt getötet wurde.

Da ist tiefste Traurigkeit über die Gräueltaten und die Bosheit dieser Welt, alles Böse sollte gestoppt und vermieden werden, und doch geschehen sie. Und doch ist da ein Triumph, ein Danach, wenn alle Narben, Schmerzen, Tränen, Schrecken weggewischt werden und uns nicht mehr definieren werden, denn der Tod hat seinen Stachel verloren, wurde überwunden. Warum? Weil die Liebe gewinnt.

In der Türkei fühlte ich den Tod, meinen, den meiner Welt, den Tod meiner Träume und Wünsche, und in der gleichen Zeit einen tieferen Frieden. Wir waren an einem Ort der Antike, brieten in der heißen Sonne am Strand, mit surrenden Lastwagen hinter uns, während Elke flache Kieselsteine stapelte. Ja Kieselsteine.

Es gab nichts anderes zu tun, als Kieselsteine zu stapeln. Kein Internet, kein frischer Fisch zu kaufen, kein Auto, keine Nachbarn, nur Elke und ich, und einige Ziegen, die ihre Glocken unsichtbar auf einem Hügel in der Nähe läuteten. Ohne Ablenkung steht man seinen eigenen Ängsten gegenüber. Meine fühlte sich riesig plötzlich an. Unerwartete Steuern zu zahlen, eine Grippe bekämpfen, Politik, neue Arbeit suchen, Schreibenkönnen oder nicht, Kinder, Mutter, Schwestern. Keine großen Bedrohungen, aber sie fühlten sich schwer auf meinem Herzen. Ich hatte mich bis zur Erschöpfung gesorgt, und der einzige Weg, mich auf neue Früchte vorzubereiten, war, loszulassen und mich von ihm zu beschneiden lassen. Ich war sogar manchmal schlaflos. Unerhört von Sven.

Ich liebe es, meine Mutter zu besuchen. Wir plaudern ein wenig, dann werde ich nach 30 Minuten sehr schläfrig und muss mich schnell hinlegen. Ich bin so müde, ich kann meine Augen nicht mehr öffnen! Sie hat nichts dagegen, ich bin ihr Sohn und Kinder müssen in der Mitte des Tages schlafen, auch wenn sie 51 sind. Sie scheint zufrieden, dass ich die wenige Zeit, die ich mit ihr verbringe, nebenan auf der Couch schnarche, während sie einen Roman liest, fernsehieht und E-mails schreibt auf ihrem Ipad mit einem kaltem Kaffee in einer Hand und einem Keks in der anderen. Vielleicht entspannt mich ihre Geschäftigkeit. Sie war immer ein harter Arbeiter.

Meine Mutter ist schön und elegant, sie liegt auf ihrem Tagesbett, ihr Reich von Büchern und Notizen umgibt sie, traditionelle afrikanische Masken hängen an den Wänden und einige ihrer älteren Ölbilder. Mit fast 80 Jahren steht sie mitten im Leben und doch gibt es auch dieses junge Mädchen in ihr, das kichernd mit mir, wenn wir einen Cappuccino am Eiscafé trinken, die Leute beobachtet. Das schwuel Paar mit Hunden, die sie alle ähnlich sehen, die alten Damen, die vor riesigen Eisbechern sitzen als würden sie sonst nichts essen. Oder wie reden über all die sonderbaren Leute, die wir in letzter Zeit getroffen haben. Und dann fühle mich sehr ausgeruht auf ihrer Couch geschlafen zu haben.

Die gleiche wohlige Müdigkeit kam, als wir inmitten der flachen Kiesel am Strand lagen. Graue und rote, einige mit weißen Linien, einige glatt und glänzend wie Marmor, andere dunkel und weich, alle durch nie schlafende Wellen und über Jahrhunderte geformt und an diesen Strand gehoben, damit wir mit ihnen spielen können. Elkes Kieselsteinhaufen sahen aus wie kleine buddhistische Tempel, und wir begannen, sie nach Hause zu nehmen, und am Ende sogar nach Berlin. Alle Steine? Ja, wir haben sie alle mit nach Hause genommen.

Wir hatten nur Handgepäck. Am Flughafen taten wir so, als ob unsere Taschen ganz leicht wären, während sich jeder wie ein Sack Zement anfühlte. Hier in Berliner muss ich mich jetzt sehr vorsichtig bewegen, weil ein fragile Haufen von Kieselsteinen irgendwo zusammenbrechen könnte.

Als die Sonne endlich aufging in Michigan, begegneten wir Amish Bauern mit Pferdekutschen, die auf dem Weg zu Familentreffen waren, viel zu große Pick-ups röhrten vorbei, und alle winkten freundlich und lächelten. Wir lachten auch. 10 Jahre im holländisch geprägten Südafrika hatten uns auf unseren ersten Besuch in Amsterdam vorbereitet. Und auf Michigan. Hier haben die Menschen niederländische und skandinawische Ahnen. Große Menschen. Irgendwie alte Seelen. Die Amish sprechen sogar Pensylvania Dutch. Altes Pfälzisch. Ich fühlte mich aber immer noch verloren.

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Beschneidung im Herzen. Sie schmerzt, weil das Unnötige entfernt wird. Es ist wichtig, um dieses Leben wert zu machen. Um lebendig zu sein und neu glauben zu können. Unser Leben ist sinnlos, wenn wir wie große Konzerne werden, müssen wir doch wie Strassenverkäufer in Thailand sein, die nur mit Wenigem arbeiten, und immer mit frischen Zutaten, um jeden Tag köstlichen Gerichte zuzubereiten. Weniger ist mehr. Wenig und begrenzt zu sein, ist gut. Mein Tanzpartner, der Heilige Geist, hat neue Bewegungen für mich. Sie führt. Und sie, die Heilige, hat keine Angst vor neuen Schritten.

Wir leben in der Dunkelheit, und die politische Entwicklung in der Welt scheint es noch dunkler zu machen. Und doch ist ein Himmel voller Sterne über uns. Über allem gibt es Licht. Die triste Finsternis ist nur ein Schrecken hier. Sie hat Risse überall, so dass das Licht reinkommt. Leonard Cohen wusste das. Er starb, während meine Geschichte schreibe. Er wollte zu den Sternen, die er bis jetzt nur beschreiben konnte. Er versuchte in Griechenland mit täglichen Trips ein bisschen fliegen, und seine Lieder machten und schweben.img_0498

Mit Blick auf die hellen Sterne im Dunkeln wird mir klar: Ich bin nicht allein. Und ich habe mehr Freunde, als ich dachte. Über ein Jahr im Refugio habe ich erlebt, was ich bis her nur gehofft hatte, dass ich neue Freunde in einer Gemeinschaft der unterschiedlichsten Glaubensrichtungen und Kulturen finden kann, angeleitet vom Großen Geist.

Diese Erkenntnis lehrt mich eine neue tiefe Freude. Ich will das Leben feiern, mit alten und neuen Freunden wie Lee, die uns nach Michigan eingeladen und unsere Herzen voll gemacht hat. Wahre Gemeinschaft ist erstaunlich unspektakulär. Gemeinschaft bedeutet Wein gemeinsam zu trinken, zu tanzen und die einfachen Dinge wie das Halten eines Babys zu genießen, sich an einen Freund lehnen, im Arm der Geliebten schlafen oder Kieselsteine stapeln, kleine und große, bunte und graue. Und immer wieder mal muss man sie neu stapeln, denn alle Gemeinschaft braucht eine göttliche Hand, die sie eint und wieder ausrichtet nach den Sternen, dem Licht, das die Welt nicht verfinstern kann.

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Oh my!

dt./engl.

Suche ich Leere nach einem langen Arbeitstag, schau ich nach iPhone-Hüllen. Schau ich mir länger Plastikhüllen an, die sich wie wie eine zweite Haut an das schlanke und visionäre Design von Apple anpassen, die elegant mit falschem Leder oder ultradünnen Hartholz das Gerät veredeln, weiss ich, dass ich tiefe Leere suche, Freiheit von  zuviel Rumgearbeite, Machen, Machen, Machen.

Eines Tages, sagt eine Stimme in mir, eines Tages, wirst du alles erledigt haben und leben können. Wenn alles getan und richtig zusammengefügt ist. Pff! Ich habe mich lang nicht so freudlos gefühlt im Leben. Hey, ich will ich den Geist! Den großen Geist, den Heiligen, den Sinn hinter der Schranktür, die nach Narnja führt!

Seid nicht so konform mit der Welt, dass ihr ohne Nachdenken einfach in ihr funktioniert, sondern lasst euch von Gott leiten, dann werdet ihr von innen heraus wie verwandelt sein.

Paulus warnt die Römer, und mich, weil wir alle ganz einfach, plopp, uns wieder hauteng und formschön an die Welt anpassen und gedankenlos wie Silberfische über den Badezimmerboden unserer kleinen Welt gleiten.

Wenn wir Dienstags zusammen auf dem Dach meditieren, sage ich manchmal: Stellt euch vor, wir liegen in zweitausend Jahren lichtgebadet auf unseren weichen, goldenen Chaise-Longues,  hören  Manu Chao und lachen darüber, wie sehr wir uns in dieser kleinen und begrenzten Welt Sorgen gemacht haben. Krass! Verrückt haben wir uns gemacht! Wir waren wie diese kleine Welt im Schliessfach bei den Men in Black. Wie konnten wir nur vergessen, was wir tief tief im Herzen wussten!?

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Wir seltsamen Wesen der Gewohnheit, die wir Gottes Namen, Yah-Weh, mit jedem Atemzug ein- und aussprechen und doch so oft eine gottlose Welt zu retten versuchen, ohne den Großen Geist. “Gott ist tot,” klagte Nietzsche besorgt. “Nietzsche ist tot. Gott”, steht an einer Strassenwand in Amman. Sein Graffiti sah neulich noch recht frisch aus.

Wo ist Gott? Einfacher Test. Könnte ich laut singen tagsüber? Umarme ich Fremde? Fühl ich mich erfrischt und belebt von meiner harten Arbeit, von meinen Gespräche, Büchern oder Filmen, die ich lese, sehe, führe, mache? Strömt dann Sinn, Leben, Freude, Trauer, Lachen durch die müden Adern?

Klar, diese gebrochene Welt wird uns erschöpfen, an unsere Grenzen bringen, uns begeistern und Angst einjagen. Aber nie war geplant, dass wir dieses Welt alleine meistern. Wir sind wie Kinder, die am Lack herumkratzen und die Sitze verstellen, wenn wir mit Gott den Motor starten und herumfahren könnten in einer Kraft, einem Leben, das sich nicht aus dieser Welt speist, sondern aus dem Rhythmus, dem göttlichen Kosmos, der Geduld, Güte und Liebe und Gottes, mit uns, für uns, in uns.

Der Heilige Geist. Nicht Mann, noch Frau, beides, ein Freund, Gefährte, persönlich, ansprechbar. Man kann sie vergrätzen, beleidigen, kränken, gemeinsam lachen und weinen, und manchmal sieht man wie ein Irrer dabei aus.

Ich lächle meistens, wenn ich auf Flughäfen, Bahnhöfen oder beim Joggen vor mich hinmurmele oder mit Jesus diskutiere, bete, etwas Neues und Gutes über die Welt, mein Viertel, mein Haus, die verrückte, schimpfende Frau mit den Einkaufstaschen spreche. Ob ich auch Antworten bekomme? Klar, mit wem würde ich sonst reden?

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Die Welt spiegelt bruchstückhaft das Ganze der Schöpfung. Es ist also gar nicht so schwer zu verstehen wer dieser Heilige Geist ist: Ein Freund. Und wie in der Welt will ein echter Freunde Vertrauen, Offenheit, Ergebenheit, Ehrlichkeit, Hingabe, wie wir auch. Und doch ist der Heilige Geist ein ungleicher Freund und eine ganz andere Liebhaberin. Einige Mystiker und Ekstatiker schwebten in Trance ein Fussbreit über dem Boden mit ihr. Ich bin oft trunken mit ihr, wenn sie rücksichtsvoll und doch mächtig durch mich fliesst, wenn ich für andere bete, Kranke, Suchende, Hand auflege. Und dabei bringt  er mich jedesmal zu Lachen, weil ich dieses unbeschreibliche Gefühl habe von dem Großen, in dem meine Welt nur ein Abglanz ist, ein trüber Spiegel einer weit größeren Wirklichkeit. Der Heilige Geist ist Gott, den wir nie sehen können. Jesus, in dessen Arm wir liegen. Und gleichzeitig eine schön Frau, ein sanfte und ruhige Mutter, oder wie eine Venus, die aus der Muschel steigt, mit jeder Faser eine Schönheit, in deren Gegenwart es plötzlich nach Blumen duften kann.

Sie ist auch der mal leichte, mal schwere Friede, der uns erfüllt, wenn wir in der frühen Dunkelheit des Herbsts auf dem Dach meditieren, und Gott wie eine dichte Wolke über uns kommt. Unaussprechlich.  Manchmal sogar erschreckend, aber wenn wir loslassen, immer schön. Wir kleinen Ekstaten. Die wenigsten sind Christen. Gott macht jeden trunken, der will.

Musiker, Maler, Künstler kennen den Heiligen Geist, mit dem sie tanzen, kennen die Inspiration, die nicht von dieser Welt ist. Verrückt, anders, aus einem verkehrten Königreich, in dem die Ersten die Letzten sind sind und die Letzten die Ersten. Jeder und jede begegnet dem Geist Gottes, lässt sich leiten, oder auch nicht, lässt sich davontragen oder nur kurz an der Hand führen.

Ich glaube der Heilige Geist ist die meist verkannte Celebrity unseres spirituell hungrigen Zeitalters. Es ist das Paradox des Geschenks, dass wir erst mit der grenzenlosen Nähe Gottes echte Weite erfahren. Und die Weite kann wie ein Flüstern sein, ein Segeln über Landschaften, während ich auf einen Milchkaffee warte, der um sieben Uhr morgens von einem schlechtgelaunten Mann mit zuvielen Piercings gemacht wird.

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Heiliger Geist und Welt können crashen und einen zerreissen, und bis in die Ewigkeit miteinander verwoben sein wie die Tierschwänze, Blumen und Ornamente auf keltischen Kreuzen. Und doch sagen mir viele: Den Heiligen Geist kenne ich nicht. Weiss nicht. Irgendwie spür ich den nie. Wie fühle ich den, wie kann ich den als eine Quelle in mir spüren? Wo ist der Heilige Geist, wenn mir absolut nicht einfällt, wo mein Autoschlüssel liegt, wo ich ab nächsten Monat arbeiten soll, warum meine Familie spinnt? Harrrr!

Oft denke ich, ob eine Reisbäuerin in den chinesischen Bergen, ein Kind am Strand von Mosambik, ein Alter in seinem schwedischen Gemüsegarten, ob die nicht viel mehr vom Geist geleitet sind als ich, als wir Macher einer hochentwickelten, großartigen, erschöpfenden Welt.  Gandhi bekam den Namen Mahatma, Große Seele. Sein Buch vor mir heisst “Handeln aus dem Geist”. Mit dem Geist hat er friedlich eine Weltmacht in die Knie gezwungen, dieser barfüssige Mann in einfachem Gewand. Oft fastete er, wenn es nicht weiterging. Dann hiess es, “Jetzt hungert er wieder, bis wir nachgeben!” Aber es war immer ein Suchen nach dem Geistgeleitet-Sein. Gandhi konnte nichts ohne Seine Kraft tun, so wie Jesus sich oft zurückzog, aus der Welt hinaus auf einen Berg stieg, um Gott ungefiltert zu hören. Und Gott ist wild. Und sanft. Unendlich geduldig. In jedem Moment zu haben als Freund.

Ich sitze in der Sonne an einer der Grachten in Amsterdam und sanft spricht sie in meine Ängste, Sorgen, beruhigt mich und lässt mich friedlicher denken. Sie, Heiliger Geist, beantwortet meine Fragen und ich spüre Ruhe. Seit Wochen schon hören wir fürs Refugio, fürs Sharehaus, dass wir wieder geistgeleitet sein sollen, um weiterzukommen. Überhaupt: zu sein.

Achtsamkeit lehrt einen zu spüren, was ist. Und da ist der Heilige Geist in einer Eingebung, einer Idee, einem Verbundenheitsgefühl, wir können mit ihr in einem kreativen Flow sein, sie kann ein Blitz sein, der uns ab und zu erhellt. Oder im Kuss der Rockabilly-Oma mit Hund, der ich Geld für einen Fahrschein geben kann. Aber das ist nur die Vorspeise. Hätte ich nicht in Afrika erlebt, wie der Heilige Geist mit mächtiger Hand heilt und tröstet und Leben in tote Knochen bringt, würde ich denken, er ist tatsächlich nur wie eine Eingebung, könnte ich denken, wir hätten Dämonen und Engel tatsächlich abgeschafft mit der Erfindung der Elektrizität. Und Gott als den Großen Geist gleich mit.

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Missachtet und gehasst, mitten im Krieg, ruft der Prophet Jeremia vor über 2000 Jahren: “Gott sagt, frag mich, und ich werde dir von schönen und wunderbaren Dingen erzählen, die da noch kommen und die du dir nie ausdenken könntest!”

Der Prophet Joel, wie vom Heiligen Geist zerrissen, schreit sich das Herz aus in einer brutalen, ungerechten Zeit. Aber Gottes Geist verrät ihm auch etwas Kostbares: “Ich werde meinen Heiligen Geist auf auf alle Menschen ausschütten, eure Söhne und Töchter werden prophezeien, eure Alten werden träumen und eure Jungen Visionen haben …”. Auf ALLE Menschen, ausschütten!

Ach Himmel. Wenn ich der Heilige Geist wäre, ich würde jeden auf der Gracht hier in Amsterdam schütteln, wachküssen, mit deutlicher Stimme ansprechen und von meiner tiefen Liebe erzählen. Was wäre das für ein Staunen, Gläser würden zu Boden fallen, Seufzer die Luft füllen, wildes Gelächter, Stille, Tränen, und ein tiefer Friede wäre da. Tief, tief tief, weil nichts Totes mehr darin sein könnte, der Schmerz, die nie geheilten Wunden, die Verluste und eigenen Lügen. Weggeschwemmt. Aber ich bin nicht Gott.

Geduldig scheint sie in unsere Gesichter, in unsere Dunkelheit und Ratlosigkeit, so wie eine Mutter ihr schlafendes Kind betrachtet. Bereit zu Allem. Und wie Kinder sollen wir sein, frei von der Angst vorm Tod, frei von der Illusion, die Welt regieren zu können.

Sanft küsst uns schlafende Menschen die Geliebte und singt: Wo ist dein Verlangen nach mehr, deine Lust, deine Hingabe nach mir? Wo ist dein Hunger, dein Durst nach mir? Wach auf Geliebter, wach auf!

Was für ein langsamer Lerner ich bin. Aber mein Hunger wächst, denn ich liebe diese Welt zu sehr, als dass ich sie einer kleinkarierten Gottlosigkeit überlassen will. Her mit der Königsparty. Lass uns fliegen, Heiliger Geist! Die Strasse entlang hinke ich oft genug allein.

 

 

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Searching for emptiness after a long day, I check out iPhone covers. When I am looking for plastic covers that fit like a second skin to the elegant and visionary design of Apple, that have a fake leather skin or an ultra thin hardwood case to make it an even more elegant device, I know that I’m looking for a deep emptiness, I am looking for freedom from too much work, doing, making, work.

One day, says a voice my head, one day, you’ll have everything done and be able to live. Sure, I wish. Haven’t felt so joyless in a long time. What I want is the Spirit. The Great Spirit, the Holy one, the meaning of all live hidden behind the closet door, which leads to Narnja.

Don’t be conformed to the world that you just fit in without thinking, but let yourselves be guided by God, then you will from transformed from the inside out.

Paul warned the Romans, and me, because we all to easily fit skintight and seamlessly into the world, as we move like silverfish on the bathroom floors of our little world.

When we meditate on Tuesdays together on the roof, I sometimes mention a thought: Imagine how we hang out in two thousand years on our soft, golden chaise-longues bathed in divine light, how we listen to Manu Chao and laugh at how much worried in this small and limited world. Crazy! We were like in Men in Black this little world in a safety deposit box. How could we forget what we knew deep deep in our hearts !?

What strange creatures of habit we are that we, while breathing in and out God’s name, Yah-Weh, are trying to save a godless world without the Great Spirit. Nietzsche lamented ”God is dead.” ”Nietzsche is dead. God”, says a graffiti on street wall in Amman, still looking fresh.

Where is God? Simple test. Am I able to sing loudly during the day? Do I feel like hugging strangers? Do I feel refreshed and invigorated by my hard work, my conversations, books or movies, I read, see, have, watch? Does rejuvenating life, joy, sorrow, laughter flow through my tired veins?

Sure, this broken world will exhaust us and bring us to our limits, inspire us, and scare us. But never was it meant to be mastered alone. We are like kids just scratching away the paint and adjusting the seats, when we could start and drive around with God, fuelled not by the world, but by the rhythm, the divine cosmos, patience , kindness and love of God with us, for us, in us.

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The Holy Spirit. Not man or woman, yet both, a friend, companion, personal, approachable. You can annoy her, offend, insult her, you can laugh together and cry, and sometimes you like a madman being with her.

I often smile when I’m mumbling at airports, railway stations or when I’m jogging while talking with Jesus, praying, or when I am speaking something new and good over the world, my neighbourhood, my house, the crazy, ranting woman with shopping bags. If I get answers? Of course, wouldn’t be a conversation otherwise.

In a fragmented way our world reflects the whole of creation. So it’s not so difficult to understand who this Holy Spirit is: A friend. And like in the world a real friends wants our trust, openness, loyalty, honesty, dedication, as we want it. Yet the Holy Spirit is an unequal friend and quite an unusual lover. Some mystics and ecstatics floated while in trance one foot above the floor with her. And I am often feel drunk with her when she flows genty, yet powerful through me when I pray for others, the sick, the seekers, or just lay on my hand quietly on a shoulder. And he makes me laugh every time, because I have this indescribable feeling of the greatness of which my world is only a reflection, a dull mirror of a far greater reality. The Holy Spirit is the God we can never see. Jesus, in whose arms we are resting. And at the same time a beautiful woman, a gentle and quiet mother, or like a Venus rising from the shell, with every fiber a beauty in whose presence there is the sudden fragrance of flowers.

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She is also the sometimes the light, then the heavy peace that fills us when we meditate on the rooftop in the early darkness of autumn. God coming over us as a dense cloud. Unspeakable. Sometimes even frightening, but if we let go, always beautiful. Us little exstatics! Few of us are Christians. God makes all drunk who want.

Musicians, painters, artists know the Holy Spirit with whom they dance, they know the inspiration that is not of this world. Sounds crazy, but this ist the upside down Kingdom, where the first will be last and the last will be the first. I think we all meet the Holy Spirit, some can fly wit her, others are just given a hand or led a short way.

The Holy Spirit, I believe. is the most unappreciated celebrity of our spiritually hungry day and age. It is the paradox of the gift that we only learn with intimate closeness the true with of God. And this greatness can be like a whisper, a flying across landscapes, while I am waiting for a latte mad early in the morning by a sulking man with too many piercings.

Holy Spirit and the world can crash and tear us apart, and they can be interwoven till eternity like the animals’ tails, flowers and ornaments on Celtic crosses.

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Yet many tell me:  I do not know the Holy Spirit. How can I feel it, him, her as a source in me? Where is the Holy Spirit when I absolutely can not remember where my car key are, or where I can work from next month on, or why my family is driving me nuts? Harrrr!

Sometimes I wonder if a rice farmer in the Chinese mountains, a child on the beach in Mozambique, or an old man in his Swedish vegetable garden is not guided much more by the Spirit than I am, than us makers and shakers of a sophisticated, great and exhaustive world.

Gandhi was given the name Mahatma, Great Soul. His book in front of me is called “Acting out of the Spirit”. With the Spirit he has peacefully forced a colonial superpower to its knees, a barefoot man in a plain robe. When he needed advice, he fasted. Then it was often said, “Now he is forcing us again to give in or he won’t eat” But he was always in search for being guided by the Spirit. Gandhi could not do anything without His power, same as Jesus often withdrew from the world and went up the mountain to be with an unfiltered God. A wild and gentle God. Infinitely patient. A friend available in every moment.

Sitting in the sun at one of the canals in Amsterdam, he gently speaks into my fears and anxieties. He calms me down and makes me think peacefully. She, the Holy Spirit, answered my questions and I feel calm. For weeks now at the Refugio we hear at the Sharehaus, that we must be more Spirit led again to get into the next level. To be.

Mindfulness teaches a sense for what really there is. And there is the Holy Spirit in inspiration, ideas, feelings of closeness,  in creative flows, the Spirit can be a flash that illuminates us, or he can be with the old rockabilly lady with a dog, who kisses me after I helped her with the bus fare. But that’s just a starter. If I had not experienced in Africa how the Holy Spirit heals with a mighty hand and comforts and brings life into dead bones, I would think the Spirit is really just like an inspiration. I would indeed think demons and angels were actually abolished with the invention of electricity. And God as the Personal Great Spirit with them.

Disregarded. hated, and in the midst of war, Jeremiah the prophet called out about 2000 years ago: “God says, ask me, and I’ll tell you of beautiful and wonderful things to come since, things you could never imagine.

Prophet Joel, as if torn by the Holy Spirit, cries out from his heart in a brutal and unjust time. But the Spirit of God also tells him something precious: “I’ll pour out my Spirit on all people,  your sons and daughters will prophesy, your old men will dream dreams and young ones will have visions …”. Pour out! On ALL people!

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Oh heavens. If I were the Holy Spirit, I would shake everyone at the canal here in Amsterdam, kiss them awake, speak with a clear voice to them about my deep deep love. What marvel there would be, glasses would fall to the ground, relieved sighs fill the air, wild laughter would sound, and there would be silence, tears, and a deep peace. Deep, deep deep because nothing dead could be there be anymore, the pain of never healed wounds, the losses and our own lies, all washed away.

But I’m not God. Patiently she shines in our faces, into our darkness and cluelessness, like a mother looking at her sleeping child. Ready for everything. And as children we are to be free from the fear of death, free from the illusion of being able to rule the world.

We are asleep and gently gently kissed by our love singing: Where is your desire, your devotion to me? Where’s your hunger, your thirst for me? Awaken to love beloved, awaken!

What a slow learner I am. Yet my hunger grows, and I am  too much in love with this world as to let it be ruled by boring godlessness. Bring on the royal Party! Let us fly, Holy Spirit! I am way too often limping down the street alone.

Love

Liebe

Eines der erstaunlichsten Dinge im Leben ist Erneuerung. Wir sehnen uns so sehr danach, endlich mal die Regeln zu verstehen, die Gebrauchsanweisung fürs Leben zu begreifen und das Bewährte wiederholen zu können. Pustekuchen. In einem von göttlicher Lebenskraft durchwirkten Kosmos ist ständige Erneuerung, so wie die Zellen unseres Körpers stetig absterben und sich wieder erneuern. Wir sind ein tägliches Leben und Sterben. Nach 7 Jahren ist man wie ausgetauscht, rundumerneuert. Echt? Ich bin nicht der, der ich vor 7 Jahren war? Physisch ein völlig erneuerter Mensch? Und seelisch?

Nicht alles vergeht. Vor allem die Liebe nicht. Drury schrieb neulich in den Fahrstuhl des Refugio: “And the best of the three is love.” Seid stetig in eurem Vertrauen und Glauben in Gott, seid unerschütterlich in eurer Hoffnung und seid extravagant in eurer Liebe. Glaube, Liebe, Hoffnung. Die größte der drei aber ist die Liebe! schreibt Paulus den Korinthern. Die Liebe bleibt, sie besteht, sie ist der Stoff der Schöpfung. Sie ist mystisch tief und alltäglich, schlicht.

Drury ist Kalligraph, und in unterschiedlichsten Schriften schrieb er in den Fahrstuhl, begeistert, schwitzend, über die Liebe. Es war ein warmer Sommertag, und der Fahrstuhl ist klein und stickig. Vor fast einem Jahr stand ich da drin und malte mit einem Pinsel die Sätze des Paulus über die Liebe an die alten, grauen Wände, die schon so viel Leben, und auch schon Tod gesehen haben. Früher war das Haus ein Altenheim.

IMG_6227Alles vergeht, aber die Liebe nicht. Drury und ich schwitzten und freuten uns. 4 Stunden brauchten wir beide. Ich damals von Mitternacht bis 4 Uhr morgens, vor dem Tag der Eröffnung, und mit einigen Gästen, denn die viele Bewohner des Refugios schliefen nicht. Es war eine schöne, warme Sommernacht. Gedanken, Sorgen, Unruhe, Einsamkeit, und Suche nach Frieden war darin. Ich war erstaunt wieviele Gespräche ich übers Leben und die Liebe führen konnte zwischen Mitternacht und frühem Morgen.

Drew ging es ähnlich. Er fuhr rauf und runter mit Gästen und Bewohnern. Was machst du da? Warum schreibst du an die Wände? Warum in Rosa? Warum über die Liebe?

Ich hatte damals diesen Teil des Korintherbriefs mit einem Pinsel in hellgrauen Buchstaben gemalt, Drew schrieb mit einem rosa Marker zwischen den Zeilen. Nicht mit irgendeinem Rosa, mit einem ganz besonderen, für genau diesen Anlass.

Der Fahrstuhl, er sieht Leben, er sieht Trauer, er sieht Vertrauen und Hoffnung, er sieht Wunder und Scheitern. Auf und ab fährt er. Aber die Liebe bleibt. Die Liebe selbst ist kein Ding, sie ist die Kraft der Erneuerung, sie ist der Leuchtstoff des Kosmos, die Heiterkeit der Quarks, die Quicklebendigkeit der Atome, sie ist der Sinn des Lebens, der Antrieb, das Ziel, der Weg, der ständig mäandernde Fluss, der uns über unser vorläufiges, physisches Ende hinausträgt. Liebe ist ewiges Leben, sie hört nie auf, sie ist nie gleich und doch beständig. Sie ist größer, weiter, tiefer als wir sie uns vorstellen können, und darüber bin ich froh, denn sonst würde uns ja langweilig werden in der Ewigkeit, der Gesprächsstoff ausgehen, das Wundern, Sehnen, Staunen, Schaffen, Tanzen und Feiern.

Drury hatte nur eine Vorgabe,  die Übersetzung der Message (von Eugene Peterson) und: nur eine Farbe zu benutzen. Ganz einfach. Den Text wiederholen, und doch alles ganz neu erschaffen. Und da stand er und redete darüber wie ihn der Heilige Geist, das Universum, Gott leitet beim Schreiben. “Wie soll ich über die Buchstaben, dazwischen, darunter schreiben an dieser Stelle?” fragte er. “Mit welcher Schrift? Mit welchem Schwung? Was bedeutet dieses Wort?” Und seine Fragen waren nicht an mich, sondern an die stets präsente Göttlichkeit. Und er hörte Antworten, begeistert, beseelt, wie ein Mönch, ekstatisch, beim Kopieren eines heiligen Textes.

 

Alles vergeht ohne die Liebe, wird unwichtig. Alles nichtig ohne die Liebe. Vor allem all das, was auf unsere verkopfte Vernunftgesellschaft wie ein Erdbeben wirken muss: In Engelszungen sprechen, Gottes Geheimnisse offenbaren können; Glaube haben, der echte Berge versetzt; alles den Armen geben, alles! Fürs Gottvertrauen am lebendigen Leib verbrannt werden. Krass! Was für Extreme! Sie sind möglich, sie geschehen, aber sie alle sind unwichtig, nichtig, wenn wir nicht lieben. Wie welkes Gras und leere Kaffeepads ist alles, was wir tun und denken, wie sinnlos gemurmelte Mantren und scheppernde Gongs, haben wir keine Liebe.

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Die Liebe. Wir sehen nur einen Teil von ihr, wie einen leuchtender Sternenhimmel in einer Sommernacht. Die funkelnden Punkte am Himmel aber sind Galaxien und Welten, die entstehen und vergehen.

Das erste Jahr im großen Sharehaus Refugio war sehr aufregend, wild, chaotisch, schmerzhaft, neu. Jetzt entsteht wieder etwas Neues. Wir können nicht, wir sollen nicht alles wiederholen, was war. Jesus kam, um das religiöse Fundament zu erschüttern, die weltlichen Gesetze, Regeln, menschliche Annahmen, die leeren Wiederholungen. Er war und ist heute immer noch so überraschend neu, gegen den Strich, wie Punk es einmal war, Kubismus, Rock’nRoll, die Renaissance und die Aufklärung.

Wir Menschen versuchen das Leben nach allen Regeln der Kunst richtig zu machen. Wir sind Marthas, die überaktiv in der Küche für die Gäste etwas vorbereiten, wenn wir doch Maria sein könnten, die im Wohnzimmer Gott zu Füssen liegt und ihm zuhört. Gott, der jeden Tag ganz überraschend neu daherkommt. Und doch stets Derselbe ist.

Ich habe unfassbar viel gelernt in einem Jahr Sharehaus Refugio, und ich möchte nicht aufhören. Aber wir können es nicht wiederholen, denn es geht weiter, es verwandelt sich, die Menschen darin und drumherum reifen, wachsen, der Garten kommt in eine andere Jahreszeit, oder in ein neues Jahr.

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Hier liegt ein großes und schönes Geheimnis des Lebens: Ständig alles neu und frisch angehen, und doch das Stetige, Solide, bewahren. Der Fahrstuhl wird immer Menschen rauf- und runtertragen. Aber wir müssen nie auf dieselbe Weise darin fahren. Wir sind jedesmal anders. Die Liebe bleibt stets dieselbe, und doch kommt sie heute in anderer Schrift, in anderer Farbe daher. Und so ist jeder Tag.

Manchmal bete ich morgens und frage, was Gott für diesen Tag hat. Für diesen besonderen. Denn ich will ihn erinnern, den Tag, in seiner Fülle leben. Ich will ihn schon vom ersten Augenblick an richtig kosten, leben (und fast nie gelingt es mir). Die Antworten sind überraschend, schön, seltsam: Reichtum in Freundschaft. Nähe suchen. Geniessen. Mitgefühl mit den Armen. Ekstase und Tanz. In jedem Menschen Gott sehen. Wildheit. Dankbarkeit. Solche Eindrücke kommen dann. Pro Tag nur einer. Und dann ist der Tag für mich der Tag des Mitgefühls, oder der genossenen Nähe zu Menschen, oder ein Tag die göttliche Umarmung zu spüren. Ein sanfter Vorschlag Gottes, die Tiefe jeden Tages mit ihm zu leben.

Und so muss auch das Refugio, mein Leben, die Welt, in eine neue Phase treten, um das Bewährte, das ewig Stetige wieder neu erkennen zu können. Denn die, die sich immer nur an die Regeln halten, die Wiederholung üben von dem, was einst frisch war und jetzt alt, sie haben den Blick verloren für das, was ewig währt.

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Jeden im Haus will ich neu sehen. Menschen in der U-Bahn. Familie. Ich übe den unverstellten Blick, nie leicht, aber immer überraschend. Ich glaube so werden wir auch betrachtet von Gott, nicht dass er überrascht wäre, aber er sieht uns jeden Tag neu, und mit großer Neugier. Und so möchte ich auch die Welt sehen. Mit vielen Sharehäusern, auf der ganzen Welt, keins wie das andere, immer frisch, im Herzen revolutionär, angetrieben von einer Sehnsucht, einem Begehren, einem fröhlichen Hunger, und einem Lärm der Liebe, der gleichzeitig still sein kann und tief.

Jede Woche kommen Menschen zu uns, die nach Antworten suchen, nach neuen Perspektiven. Botschafter, Regierende, Macher, Manager, Professoren, Direktoren, Pastoren, Suchende, Netzwerker. Sie staunen, ich bin dankbar. Sie sehen, sie ahnen aber in diesen Momenten vielleicht nur die Oberfläche. Ihre Herzen fühlen vielleicht eine Resonanz, die göttliche Schwingung, die jeder Mensch versteht. Aber das Ausmaß der Liebe, des Leids, der Tränen, der Freude und der Sehnsucht des Refugios, die bleibt ihnen erstmal verborgen. Man kann sie schwer auf Facebook posten, auf Flyer drucken, an seine Fans twittern. Die unerhörte Tiefe der Liebe, die kann man nur selbst erleben. Darum sind Sharehäuser wie das Refugio nicht nur für Geflüchtete, oder für Gestrandete, sondern für jeden Menschen, der sucht. Denn das ist das schöne an der Liebe. Schau wieviele Milliarden unterschiedlichster, einzigartiger Menschen es gibt. Und sie alle ringen um Identität. Ich bin Russe, Armenier, Kurde, Koreaner, ich bin Künstler, adelig, hochbegabt, schwul, weiblich, männlich, irgendwasdazwischen, hochsensibel, behindert, megareich, Weltmeister, Muslim, Christ, Buddhist, Miregalwasist. Mit dem göttlichen Blick aber sind wir alle gleich, einfach Mensch. Und wir unterscheiden uns untereinander nur durch unseren Hunger, unsere Sehnsucht, denn Liebe ist nicht Sattheit, sie ist kein Status und kein Gesetz. Die Liebe ist ein Sehnen und Begehren, abenteuerlich, gefährlich, sanft und schön. Sie ist nicht ein Etwas, ein Teil, eine Möglichkeit. Wir selbst sind es, die wir nur ein Teil sind, denn die Liebe ist größer als alles. Und wir können sie nur haben, wenn wir uns ihr oder ihm ergeben, denn Gott ist Liebe und persönlich. Oder wie sang Leonard Cohen in Anthem: Läute die Glocken, die noch machen Kling Kling, vergiss dein perfektes Opferding, da ist ein Riss in jedem Ding, denn nur so kommt Licht da rin.

 

 

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Love

One of the most amazing things in life is renewal. We so much desire to understand the rules of life, to be able to understand the instructions for it and to repeat all that has been proven to work. But it’s not gonna work. In a cosmos interwoven with divine life power there is constant renewal, just as the cells of our body are dying constantly and are again renewed. We have a daily Beginning and Dying. After 7 years one is completely exchanged. Really? I’m not who I was 7 years ago? Physically a completely renewed person? And psychologically, mentally?

Not everything passes. Especially not love. Drury recently wrote in the elevator of Refugio: “ And the best of the three is love”

Be steady in your faith and trust in God, be steadfast in your hope and be extravagant in your love. Faith, love, hope. The largest of the three but is love! Paul writes to the Corinthians. Love remains, it is the very fabric of creation. Mystically deep and everyday simple.

Drury is a calligrapher, and in different fonts he wrote in the elevator, excited, sweating, about love. It was a warm summer day, and the elevator is small and stuffy. Almost a year ago I stood in there and painted with a brush onto the old grey walls the phrases of Paul about love. Walls that have seen much life, and even death.Years ago the house was a home for the elderly.

Everything passes, but not love. Drury and I sweated and enjoyed the writing, and we both needed 4 hours. Me from midnight to 4 am, the night before the opening, in company of many guests, since many residents of the Refugio did not sleep. It was a beautiful, warm summer night. Thoughts, worries, anxiety, loneliness, and search for peace was in that warm summer night. And I was amazed how many conversations between midnight and early morning I could have about life and love.

Drew felt the same. He went up and down with guests and residents. What are you doing there? Why do you write on the walls? Why in Pink? Why about love?

I had painted this part of the Letter to the Corinthians in light grey letters, Drew wrote with a pink marker between the lines. Not with any pink, with a very special one just for this occasion.

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The elevator, it sees life, it sees sorrow, it sees faith and hope, miracles and failure. Up and down it goes. But love remains. Love itself is not a thing, it is the very force of renewal, it is the luminescence of the cosmos, the joyfullness of quarks, the vibrant harmony ever atom, it is the purpose of life, the drive, the goal and the path of a constantly meandering river, which carries us through and beyond our temporary, physical end. Love is eternal life, it never stops, it is never the same and yet unchanging. It is larger, higher, wider and deeper than we ever can imagine, and I’m glad we can’t, because otherwise would we be bored in eternity, the conversations would cease, the wondering, longing, the amazement, creativity, dance and celebration.

All I asked Drew was to write the translation of The Message (by Eugene Peterson) and to use only one color. Easy. Repeat the text, and yet create everything anew from scratch. And there he was, talking about how the Holy Spirit, the universe, God guides him when writing. “How am I to write the letters here, in between, underneath, above?” He asked. “With wich font? Which swing of my hand? What does this word mean? “And his questions were not for me, but for an ever-present divinity. And he heard answers, excited, animated, like a monk, ecstatic, when copying a sacred text.

Everything fails without love, is unimportant. All is void without love. Especially all the things our mind and intellect governed society would consider extreme: Speaking in tongues of angels, revealing secrets of God, having faith that moves real mountains, to give everything to the poor, everything! Or being burned alive on a stake for trusting in God. Krass! Unheard of! No, those things happen, but they are all important, if we do not habe love. It all is meaningless like dying grass and empty coffee pads, is everything we do and think, the pointless mumbled mantras and the noisy gongs we sound, all count for nothing, if we have no love.

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Love. We only see a part of it, like shining stars in the sky of a summer night. But the bright dots up there are in reality galaxies and worlds that come and go.

The first year in the big house Share Refugio was exciting, wild, chaotic, painful, new. Now  something new begins. We can not, we should not repeat everything that was. Jesus came to shake loose the religious foundations, the secular laws, rules, human assumptions and empty repetitions. He was and is still today, surprisingly new, against the grain, like Punk once was, Cubism, Rock’nRoll, the Renaissance and the Enlightenment.

We humans try to get life right with all the rules of engagement. We are too often Marthas, overactivly preparing food in the kitchen for the guests, when we could be Mary, who is at God’s feet in the living room, listening to him. God comes as a surprise every day. Yet always they are the same.

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I have learned incredibly much in a year at Sharehaus Refugio, and I do not want to stop. But we can not repeat what we’ve learned, because the project goes on, it changes, the people in and around them mature, grow. The community garden is in a different season, or in a new year.

Here is a great and beautiful mystery of life: Always start everything anew and afresh, and yet keep what is permanent and steadfast. The elevator will always carry people up and down. But we will never travel the same way in it. We are different every time. Love stays always the same, and yet it comes in a different font, in a different color, every day.

Sometimes I pray in the morning and wonder what God has for this day. For this particular day. I want to remember that day, live in its fullness. I want to really enjoy, savour and live it (and I almost never succeed). The answers are surprising, beautiful, strange: richness in friendship. Searching closeness. Enjoying deeply. Having compassion for the poor. Ecstasy and dance. Seeing God in every person. Being wild. Being grateful. Such are the impressions then. One per day. And then the day for is the the day of compassion, or enjoying closeness to people, or to feel the divine embrace. Gentle suggestion of God, to live the depth of each day with him.

And so must the Refugio, my life, the world, step into a new phase to recognise the tried and true again. For those who always and only stick to the rules, who practice the repetition of what was once fresh, they have lost sight of what is eternal.

Everyone in the house I want to see afresh. People in the subway. Family. I want to practice the unobstructed view. It’s never easy, but always surprising. I think God looks at us like that every day, anew, maybe not surprised, but with great curiosity. In the same way I want to see the world. With many Sharehauses worldwide, each a different one, always fresh, revolutionary at heart, driven by a longing, a desire, a cheerful hunger, and a noisy love, that can be quiet at the same time and deep.

Every week people are coming to us looking for answers, for new perspectives, for answers. Ambassadors, governors, makers, managers, professors, directors, pastors, seekers, networkers. They marvel, and I am grateful. They see, they grasp in these moments maybe only the surface. Maybe their hearts feel a resonance, the divine frequency everyone understands. But the extent of love, of suffering, of tears, of joy and longing at the Refugio remains hidden. It can’t be really posted on Facebook, be printed on flyers, tweeted to fans. The unprecedented depth of love one can only experience oneself. That is why are Sharehauses like the Refugio are not only for newcomers or refugees, but for every person who is searching for more. Because that’s the beautiful thing about love. Look how many billions of different, unique humans there are. And they all struggle for identity. I am Russian, Armenian, Kurdish, Korean, I’m an artist, noble, gifted, gay, female, male, something in between, highly sensitive, handicapped, mega rich, world champion, Muslim, Christian, Buddhist, Whateverist. But under the divine gaze we are all the same, simply human. And we only different from each others by our hunger, our longing for more, for love is not a state of fullness, it is not a condition and not a law. Love is longing and desire, adventurous, dangerous, gentle and beautiful. It is not something, a part, a way. It is us who we are only a part, because love is greater than anything. And we can only have it when we surrender to it, her, him, as God is love and personal. Or how did Leonard Cohen sing it in the Anthem: Ring the bells that still can ring/Forget your perfect offering/There is a crack in everything /That’s how the light gets in.

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John 13

The Way of Love

If I speak with human eloquence and angelic ecstasy but don’t love, I’m nothing but the creaking of a rusty gate.

If I speak God’s Word with power, revealing all his mysteries and making everything plain as day, and if I have faith that says to a mountain, “Jump,” and it jumps, but I don’t love, I’m nothing.

If I give everything I own to the poor and even go to the stake to be burned as a martyr, but I don’t love, I’ve gotten nowhere. So, no matter what I say, what I believe, and what I do, I’m bankrupt without love.

Love never gives up.

Love cares more for others than for self.

Love doesn’t want what it doesn’t have.

Love doesn’t strut,

Doesn’t have a swelled head,

Doesn’t force itself on others,

Isn’t always “me first,”

Doesn’t fly off the handle,

Doesn’t keep score of the sins of others,

Doesn’t revel when others grovel,

Takes pleasure in the flowering of truth,

Puts up with anything,

Trusts God always,

Always looks for the best,

Never looks back,

But keeps going to the end.

Love never dies. Inspired speech will be over some day; praying in tongues will end; understanding will reach its limit. We know only a portion of the truth, and what we say about God is always incomplete. But when the Complete arrives, our incompletes will be canceled.

When I was an infant at my mother’s breast, I gurgled and cooed like any infant. When I grew up, I left those infant ways for good.

We don’t yet see things clearly. We’re squinting in a fog, peering through a mist. But it won’t be long before the weather clears and the sun shines bright! We’ll see it all then, see it all as clearly as God sees us, knowing him directly just as he knows us!

But for right now, until that completeness, we have three things to do to lead us toward that consummation: Trust steadily in God, hope unswervingly, love extravagantly. And the best of the three is love.

Wut & anger

 

Wut

dt. & engl.*

In mir steigt diese Wut auf. Ich telefoniere mit jemanden, der mir seit Jahren sehr nah steht, bin sehr freundlich, bemüht, aber plötzlich ist da diese Wut. Mir platzt der Kragen, und ich sage, was ich wirklich denke, was ich schon seit Jahren denke. Was ich meistens nur freundlich umschrieben habe, ohne dass es die andere Seite je verstanden hat. Bäm! Es ist raus. Schlag ins Gesicht. Die andere Seite ist fassungslos, tobt, schreit, tritt Wände ein und sprengt Häuser in die Luft. Und ich fühle mich frei. Das war nötig. Auch für die Person. Keine falsche Höflichkeit mehr. Liebe ist tatsächlich, manchmal klare und auch harte Wahrheiten auszusprechen.

Ich weiß, ich bin ein höflicher Mensch, will Frieden, aber seitdem ich ein junger Mann bin, ist da diese Wut, die in mir kocht, die in fast jedem jungen Mann kocht. Klar, meine eigene Konfliktvermeidung kommt aus der Familie. Wir litten alle sehr unter dem wütenden Vatermenschen, vor allem wenn er besoffen war. Lange her. Meine eigentlich ängstliche Konfliktvermeidung ist deswegen längst überflüssig. Gut es krachen zu lassen.

Ich liebe diese geschätzte Person, aber es geht nicht nur mir, sondern auch anderen furchtbar auf die Nerven, kostet viel Zeit, Liebe, Geduld. Absolut heilsam der Person das endlich sagen zu können. Sie nervt massiv. Puh. Ächz.

Wut. Noch als die Kinder klein waren, habe ich gerne Sachen zertreten, was an die Wand gepfeffert, oder Dinge wie CD oder Tassen zerbrachen einfach mal so in meinen Händen als wäre ich Hulk. Wahnsinn. Woher kommt dieser Ärger? Diese Kraft in mir, die sich anstaut. Warum?

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Anerkennung. Wertschätzung. Da ist was tief in uns Männern, wonach wir uns sehnen. Wir wollen gute Söhne sein, gute Väter, respektierte und wertgeschätzte Männer in unserer Kultur, Ehe, Arbeit, in unserem Freundeskreis. Es heisst Frauen wollen geliebt, Männer respektiert sein. Da ist was dran. Ich will auch geliebt sein, aber es muss sich in Wertschätzung ausdrücken, in Anerkennung. Oft so beobachtet: Ein Mann freut sich von seiner Freundin oder Frau geliebt zu sein. Aber es es nützt ihm wenig, wenn die Gesellschaft um ihn herum ihn nicht akzeptiert. Viele Frauen dagegen kümmert es weniger, was andere über sie denken, wenn nur der an ihrer Seite sie wirklich liebt.

Es ist klüger so wie viele Frauen fühlen, aber Männer brauchen diesen Respekt. Ständig. Vielleicht weil das Loch in uns, das in Wirklichkeit nur ein väterlicher, liebevoller Gott ganz füllen kann,  den Respekt und die Anerkennung vieler anderer braucht. Das ist die Sehnsucht fast aller Männer. Anerkennung von den Mächtigen, Einflussreichen, Starken, oder denen, die nur so tun als ob. Nur so kann man erklären wie ausgerechnet Stalin unter Putin bei jungen Männern in Russland wieder ein Idol wird. Krass krank krude. Diese Sehnsucht nach Anerkennung! Und am schlimmsten ist es, wenn man gerade Mann wird.

Ich drehe eine Runde mit O. um den See in Schweden. Er kommt aus dem Nahen Osten, lebt in Europa, wo junge Menschen in Frieden arbeiten können, arbeiten, was ihnen am meisten liegt. Aber O. hat viel Wut in sich. Wut auf fast alles und alle eigentlich, auch weil: Junge Muslime gerade weltweit die Arschkarte gezogen haben.

Früher waren es, vor allem in den USA, schwarze junge Männer, die am meisten unter Vaterlosigkeit und mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung litten. Über 80 % aller männlichen Insassen in Amerika sind ohne gute Vaterfigur oder ohne Vater aufgewachsen. Und die Mehrheit der Insassen ist schwarz.

Heute sind es junge Muslime gesellschaftlichen Feinde und Immergleichschuldigen. Junge Musliminnen wird zwar manchmal der Hijab heruntergerissen, oder sie werden beschimpft oder bespuckt, erzählen sie mir in Berlin. Aber das ist sehr selten. Sie kämpfen für bessere Frauenrechte in ihren Kulturen, nicht einfach. Und sie sind oft stärker darin für ihre Anerkennung zu kämpfen, während in Männern diese gefährliche Wut wächst.

Mein Sohn kommt oft nicht mit dem Erwartungsdruck klar, den die Welt auf junge Männer ausübt, oder der vielleicht von mir als Vater kommt, oder von dem Wunsch im Herzen, seinen Mann zu stehen, nur nicht zu wissen wie. Bei O. ist es ähnlich. Er hat eine liebenswürdige, gute Familie. Er ist privilegiert, begabt, er sieht nicht mal aus wie ein junger Muslim, weil er groß ist, und weiß wie ich. Aber seine Wut ist auch eine kollektive.

Wir sind der letzte Dreck, sagt er, wir sind überall auf der Welt der letzte Dreck, weil wir angeblich alle Terroristen, Frauenunterdrücker , Israelfeinde und Schwulenhasser sind. Wir sind die Sündenböcke. Und kaum explodiert irgendwo eine Bombe, die ein verrückter Radikaler gezündet hat, oder eine Frau wird angegrabscht oder ein Portemonnaie gestohlen, waren es wieder mal junge Muslime.

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In der Stille des schwedischen Sees zwischen krummen Eichen und jahrzehntealtem Moos rattert O. seine Wut raus. Der ganze Nahostkonflikt, die Israelis! Die Palestinänser! Die Saudis und die Quataris! Die Ägypter! Iran! Warum kann der Nahe Osten nicht so friedlich sein wie Schweden? So friedliebend. Warum können die jungen Muslime nichts sinnvolles für den Frieden tun in ihren Gesellschaften tun? Warum gehen so viele zur Hitlerjugend des Daesh, des IS?

Jugend, wohin? Eine Beobachtung machen wir in Schweden. Selbst in der kleinen Strasse am See in der wir wohnen, fahren ständig junge Männer mit gelben Westen und großen Lastern herum und reparieren etwas mit schwerem Gerät. Ganz vorsichtig, immer mit Lärmschutzkopfhörern, immer freundlich. Um ein paar Grasbüschel zu beseitigen stehen da 4 junge Männer in Neonhosen und -jacken und bedienen einen Bagger, der auch noch ständig wegrangiert muss, damit die Eltern der kleinen Strasse ihre Kinder hin-und herfahren können.

Vielleicht ist das das Geheimnis der Schweden. Gebt den jungen Männern große Maschinen und soziale Aufgaben, bei denen sie sich wichtig fühlen! Am nächsten Tag wieder! 4 junge Männer asphaltieren 10 Quadratmeter einer Garageneinfahrt. Schöner, große Laster! Brumm, Rauch, Ratter! Die Schweden lachen nicht über den unglaublichen Aufwand, den wieder 4 andere Männer machen (diesmal ein älterer dabei), die die schon geraden Hecken des winzigen Spielplatzes gegenüber schneiden und den Sand mit einer Maschine umwälzen und locker machen im strömenden Regen. Nur wir Bekloppten lachen, weil wir nicht gleich begreifen wie klug die Schweden sind.

Elke fragt unsere Nachbarin, ob es für Frauen sicher ist in der Abenddämmerung durch den tiefsten Wald zu joggen.

Gefährlich weil? Also nein, es gibt keine wilden Tiere hier.

Keine Bösewichte? Ungläubiges Kopfschütteln. Meinst du Männer?

Klar, es gibt auch wütende, brutale Männer, überall. Weniger sichtbar. Aber es sind weit weniger als z.B. in Südafrika. Die Schweden haben da ein Luxusproblem: einen größeren Frieden. (Weswegen wahrscheinlich so viele brutale und blutrünstige Schwedenkrimis geschrieben werden). Und ja, ab und zu sieht man Jugendliche herumhängen und rauchen, aber sie schmeissen keinen Müll in die Gegend, oder wenig. Stattdessen gibt es ein paar Goths und bleiche Kids, die Pentagramme auf ihren Jacken tragen oder Metal-Totenköpfe, geschnörkelte Wörter wie Blasphemy,  Zombieraid oder Eatenbyworms. Womit sie in Südafrika richtig anecken würden, in Schweden aber sitzen sie unbehelligt und schüchtern auf einer Wiese und reden leise miteinander.

Nach einer Weile um den See beruhigt sich O. er war gar nicht wütend wegen irgendetwas. Er ist einfach daueraufgebracht, weil er keinen Platz in der Welt findet, jemand sein kann. Nicht ein Muslim aus dem nahen Osten, sondern O., ein jemand. Auf Partys und bei Gesprächen im Westen, Berlin, Deutschland, Paris, wird er trotzdem manchmal gefragt: “Warum macht ihr so was?” “Ihr” meint junge Muslime, die Bomben zünden, Menschen in die Luft jagen. Alles was O. gesagt hatte, war, wo er herkommt und was er glaubt. Egal ob es eine bekiffte Australier war oder ein betrunkener Metal-Fan aus Norwegen, oder eine völlig nüchterne, vegane, Psychologie studierende, deutsche Bildungsbürgertochter. Das “ihr” schmerzt. Vor allem weil der Aufstand der Jungen im Arabischen Frühling so scheiterte. Die jungen Menschen wie O. wollen ja eine bessere Welt, in der die junge nach Anerkennung hungrige Generation eben nicht von den Alten und Radikalen beherrscht, missgeleitet in Kriege gezerrt und verwirrt wird.

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Es ist eine traurige Wahrheit, dass die Anschläge, Konflikte, Kriege rund um den Nahen Osten so gar nichts mit Glauben zu tun haben, mit echtem Islam oder Christentum, sondern nur mit Machthunger.

O. hat die Arschkarte gezogen. Ich wohne mit jungen Muslimen im Refugio, von denen ich viel lerne und denen ich vertraue. Manche nennen mich sogar Vater. Mit O. begreife wieder mehr das Problem der Identität. O. kann jederzeit einfach westlich sein, er sieht nicht aus wie jemand, den sich eine deutsche Grenzkontrolle rausholt. Aber er will den einfachen Weg nicht gehen. Gerade weil junge Muslime so wenig wert sind in der Welt, so missachtet und nicht wertgeschätzt werden, in ihren Kulturen genauso wie im Westen, ist er stolz ein junger Muslim. Er wickelt sich ein Tuch um den Kopf wie ein Wüstensohn und spaziert damit durch Paris nach einem Anschlag. Er spricht laut arabisch mit Flüchtlingen im Bus, weil ein Sitznachbar was gegen Flüchtlinge hat. Und auf Partys sagt er gerne, er ist Muslim. Das provoziert auf jeden Fall. Auch wenn er ein viel weiseres und tieferes Verständnis vom Islam und mit überreligösen Muslimen wenig zu tun hat, provoziert er doch gerne damit. Und diskutiert. Mit viel Wut. Mit Verschwörungstheorien. Mit echter Erfahrung. Laut. Aufgebracht. Ehrlich aufgebracht. Und oft ohne Ergebnis, glaube ich.

Wurzeln wachen aus dem Boden, Felsen stehen im Weg, Baumstämme neigen sich, wir steigen auf und ab durch den Zauberwald am schwedischen See. Es ist kühl, dramatische Wolken wandern, der See glitzert wie Weißgold. Und ich bin dankbar ihm in diesem Moment wie ein Vater sein zu können.

Sanftheit, sage ich, Weisheit, Verspielt sein, das ist wichtig. Du bist nicht der junge Muslim, der haltlos durch die Welt irrt als Sündenbock oder Kanonenfutter, du bist nicht das Enfant Terrible. Du bist einzigartig, begabt, klug, fähig. Du bist ein Himmelskind, von einem liebenden Gott mit guten Absichten und in höchster Wertschätzung geschaffen. Er nickt, er weiss das, aber es hat ihm vielleicht lange niemand gesagt.

Wut ist nichts Schlechtes, wenn sie nicht zufrieden mit der Welt ist und  etwas verändert. Und du brauchst  Mut, diese Welt erstmal im Kleinen zu verändern, Schritt für Schritt. Mit dem was du kannst. Dieser Weltschmerz, diese allgemeine Wut auf alles und alle, sie führt zu gar nichts, sie kann zur Verbitterung werden. Und die Welt ist zu voll von enttäuschten Männern, die den falschen Weg gegangen sind, machthungrig, brutal, egoistisch. Du O., bist kostbar, wichtig, talentiert.

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Nach langem Reden, freuen, diskutieren, kommen wir wieder zu Hause an in unserem großen schwedischen Familienhaus, das wir mieten. O. ist entspannt.

Ich weiss wie richtig es ist, einem jungen Mann zu sagen, wie wichtig er ist und welche Rolle er einnehmen kann. Wie wichtig es ist diese Wertschätzung auszusprechen und immer wieder zu wiederholen, was man als Potential und Talent in ihm sieht. Komisch, wir leben in einer Welt, in der wir das wissen. Ermutigung ist ein großes Thema, Wertschätzung. Und doch begegne ich jeden Tag jungen Männern, in deren Augen ich diesen Hunger sehe, diesen Hunger danach wertgeschätzt und ermutig zu werden. Jeden Tag sehe ich sie. Ich sollte sie alle mitten auf der Strasse anhalten und sie wertschätzen. Nicht ihnen sagen, dass sie gefälligst erwachsen werden, weniger rumjammern, hart arbeiten und keine schlechten Serien gucken sollen. Sondern sie wertschätzen, ermutigen, für das was schon in ihnen ist, was aufblühen will, wachsen. Ich glaube Männer, die das erfahren, machen das Richtige.

Später am Tag stehe ich in der Küche, die Familie ist im Haus verteilt, spielt irgendwas, liest und geniesst die Ferien. O. kommt zu Besuch. Er kommt zu mir und umarmt mich. Er hält mich fest und sagt nichts. Obwohl er sonst ständig redet.

***

Anger rises up in me. I am on the phone with someone I was close for long. I am very friendly, trying hard, but suddenly there is this anger. I blow and I tell the person what I really think, what I thought for years. Where I usually only tiptoed around not to offend or hurt the very rude but sensitive other person. Bäm! It’s out. Right in the face. The other side is stunned, raging, screaming, kicking down walls and blowing up houses. I feel free. This was necessary. Love is indeed sometimes to speak out a hard and clear truth.

I know I am a polite person, want peace, but since I am a young man there is this anger that is boiling in me like in almost every young man. Sure, my own conflict avoiding stems from the family history. We all suffered greatly from the angry father man, especially when he was drunk. Long ago. My really fearful conflict evasion is unnecessary now. I love this person, but dealing with her costs lots of nerves, time, love, patience. Good to to let go and to be angry.

Anger. When the children were small, I still liked to smash things, threw them at the wall. Or things like CDs or cups broke unexplicably in my hands as I were Hulk. Madness. Where does this anger come from?

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Recognition. Appreciation. There is something deep within us men, what we long for. We want to be good sons, good fathers, respected and esteemed men in our culture, marriage, work, in our group of friends. They say women want love, men want to be respected. There is much truth in that. I want to be loved, but it must be expressed in appreciation, in recognition. I often observed: A man wants be to be loved by his partner or wife. But it is little to him, when the society around him does not accept him. Many women, however, care less about what others think of them, if only the man at their side really loves them. It is wiser how many women feel, but men need this respect. So dearly. The hole in us that only a fatherly, loving God can completely fill, we want to fill with the respect and recognition of many other men. This is the desire of almost all men. To be valued by the powerful, influential, strong or those who look like they are. This can be the only explanation why Stalin is worshipped again by young men under the rule of Putin. What a a sad confusion. Oh, this desperate yearning for recognition! Especially from young men.

With O. I walk around a lake in Sweden. He lives in Europe where young people can work in peace, what they can and like best. But O. has a lot of anger. Anger at almost everything and everyone really, partly because young Muslims are the jackasses worldwide right now.

It used to be black young men, especially in the US, who suffered most from being fatherless and lacking of social recognition. About 80% of all male inmates in America have grown up without a good father figure. And the majority of inmates are black.

Today the young Muslims are the public enemy and the every day culprits. Young Muslim women experience sometimes how their Hijab is being torn down, or they are insulted or spat at, they tell me in Berlin. But this is very rare. They fight for better women’s rights in their cultures, which is not easy at all. And they are often better in fighting for recognition, while men tend to let this dangerous anger grow inside.

My son often can not take the expectation he feels the world has on young men, or that perhaps comes from me as a father, or his own desire from the heart to stand his ground, just not knowing how to. O. is similar. He has an loving, good family. He is privileged, gifted, he does not even look like a young Muslim, because it is tall, and light skinned as I am. But his anger is also a collective anger. The anger of young men in arabic countries.

We are seen as the lowest of the low, he says, we are all over the world  the losers and bad guys because we are supposedly all terrorists, woman oppressors, Israel haters homophobe. We are the scapegoats of postmodern history. Whenever there is a bomb, or a woman is harassed or a wallet stolen, it has to be a young Muslim man who did it.

In the silence of the Swedish lake, between crooked oaks and decades old moss O. rattles out his anger. The whole Middle East conflict, the Israelis! The Palestinian! The Saudis and the Quataris! The Egyptians! Iran! Why can’t the Middle East be as peaceful as Sweden? So peaceful. Why can’t the young Muslims do something useful for the peace in their societies too? Why do so many join the Hitler Youth of Daesh, or ISIS?

Youth, where are you heading to? One observation we do in Sweden: Even in the small street on the lake where we live, young men are driving constantly around with yellow vests and large trucks and fix something with heavy equipment. Very carefully, always with noise protection headphones, always friendly. In order to eliminate a few tufts of grass  4 young men in neon pants and jackets operate an excavator which also constantly needs to go back an forth, so parents can drive their children up and down the narrow street.

Perhaps that is the secret of Sweden. Give the young men large machines and social tasks where they feel important!

The next day there at it again! 4 young men asphalting 10 square meter of a garage entrance. Beautiful, great machines! Vrooum, bäng, diesel fumes! The Swedes do not laugh at the incredible effort that again 4 other men make (this time an older man with them), cutting  the already straight hedges of the tiny playground opposite and digging up the sand with a noisy machine in the pouring rain. Only us stupid fools, we are laughing because we do not understand how clever the Swedes are.

Elke asked our neighbour if women are safe to jog at dusk and through the deepest forest at the lake.

Dangerous because? No, there are no wild animals here.

No villains? Confused looks. Do you mean men?

For sure, there are furious and brutal men, everywhere. Less visible. But there are far less than, for example, in South Africa. The Swedes have therefore a luxury problem: a greater peace. (Why probably there are so many brutal and bloodthirsty Swedish thrillers). Sure, now and then you see young folk hanging out and smoking, not littering, or very little. And there are a few Goths and pale kids who are  wearing pentagrams on their jackets or metal music skulls, an beautifully calligraphed words like “Blasphemy”, “Zombie Raid” or “Eaten by worms.” They would be in trouble in South Africa, in Sweden they are sitting in a park, shy, talking in low voices.

After a while around the lake it becomes clear O. is not angry about something specific, just in general.

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At parties and in discussions in Berlin, Germany, Paris, they still sometimes ask: “Why are you doing that?” “You” meaning young Muslims who ignite bombs, blow people up. All O. had said before, was where he came from and what he believes in. Whether it was a stoned Australian or a drunken metal fan from Norway, or an entirely sober, vegan, psychology studying german Bildungsbürgers daughter. The “you” hurts. Especially because the young rose in the Arab Spring and failed. Young people like O. indeed want a better world in which their young generation, hungry for recognition, is not dominated, misguided and dragged into wars by the old. It is a sad truth that the attacks, conflicts, wars around the Middle East have nothing to do with faith, with true Islam or Christianity, but only with hunger for power.

At the Refugio I live with young Muslim men, who I trust and from whom I learn a lot. Some even call me father. With O. again I understand much more the problem of identity. O. could be european, he does not look like someone a German border control would ask for a passport. But he does’nt want it the easy way. Also because young Muslims are worth so little, are so disrespected in the world, and are not valued, in their cultures as well as in the West, so he is proud of being a young Muslim. He wraps a towel around his head like a son of the desert and walks with it through Paris after an attack. He speaks loudly Arab with refugees on a bus because someone in the bus was concerned about arabic refugees. And at parties he likes to mention he is Muslim. He likes provoking. Even though he has a lot wiser and deeper understanding of Islam and nothing to do with over-religious Muslims, he still provokes. And discusses. With a lot of anger. With conspiracy theories. With real experience. Enraged. Honestly upset. And often without any results, I think.

Roots stick out from the soil, granite rocks are in the way, tree trunks, we walk up and down through the magical forest at the Swedish lake. Dramatic sky with permanently shifting clouds, the lake glistens like white gold. And I’m grateful to be to him like a father.

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Gentleness, I say, wisdom, playfulness, that’s important. You’re not the young Muslim who wanders homeless around, you are not a scapegoat or cannon fodder for silly wars, and you’re not the enfant terrible. You are unique, talented, smart, capable. You are a child of heaven, created by a loving God with good intentions and in the highest of esteem. O. nods, he knows that, he knows that from the depth of his heart, but perhaps nobody has told him that for a long time.

Anger is good if it can change something to the better. And you need courage to change this world first on a small scale, step by step. With the stuff you know. This Weltschmerz, this rage against everything and everyone, it leads to nothing but bitterness. The world is too full of disappointed men who have gone the wrong way, who became power hungry, brutal, selfish. You O. are precious, important, talented.

We arrive back the large Swedish family house which we are renting. O. is relaxed. I know how right it is to tell a young man how important he is and what role he can up take in life. How important it is to express this appreciation and to repeat again and again what I as a father, a man, do see as potential and talent in him. We live in a world where we know all that. Encouragement is a big topic nowadays, appreciation. And yet every day I meet young men, and in their eyes I see this wounded hunger, the hunger to be valued and to be encouraged. Every day I encounter these young men. I should stop every time and tell them they are valued. Not: Grow up man, work hard, stop whining and watching bad series. But: you are valued, be encouraged, for all was given to you already, it is all in you, let it blossom, let it grow! You are not alone in that.

I think men who know that are doing the right thing.

Later in the day I’m standing in the kitchen, the family is spread out in the house, playing something, reading and enjoying the holiday. O. is coming for a visit and he hugs me. He holds on to me for a moment and says nothing. Usually he talks all the time.

Die Raupe und der Grashalm

Die Raupe und der Grashalm

eng./deutsch

Eine der furchtbarsten Reisen sind die in den eigenen Tod. Und manchmal muss man sie antreten, um zu leben. So wie sich die Raupe verpuppt und vergeht, und dafür ein Schmetterling in die Luft aufsteigt.

Mein Geburtstag fiel mal wieder seit langem auf Ostern, diesmal sogar auf den Samstag an Ostern. Ostern mit Jesus statt Hasen kennen inzwischen alle wieder, nachdem sogar eine Supermarktkette in Deutschland Tod und Auferstehung Jesu ihren Kunden erklärt hat. Ich sah sogar David Cameron seinen britischen Landsleuten von der Pflicht erzählen, sich für verfolgte Christen in der Welt einzusetzen als christliches Land. Schön, und das alles am mystischen Osterfest! Mein Herz macht Sprünge. Vielleicht trifft man sich in Deutschland bald zu Sufipartys, um im Kreis zu tanzen. Und schön wäre Verzückte würden wie die Imame von den Türmen die Schönheit Gottes über Lautsprecher besingen. In den letzten Monaten war das so in Tel Aviv, Istanbul, Amman: die Stadt füllt sich mit heiligem, sanftem Gesang, Menschen bleiben stehen und lauschen, Vögel verstummen, der Blick schweift über den Himmel. Alles um einen herum scheint getränkt von tiefster Bedeutung. Gottes Gegenwart ist in schönen Liedern.

Ich schweife ab. Mein Geburtstag war Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag, als Jesu Körper tot, aber sein Geist die guten Nachrichten im Reich der Toten erzählte, bevor er am Sonntag wiederauferstand. Tolle Vorstellung, die Seelen dösen vor sich hin wie Rentner in einem Altersheim, plötzlich kommt ein junger Mann rein und klatscht laut in die Hände: “Alle mal herhören! Es geht weiter! Jugend kommt, Himmel auf Erden!” Ja wirklich, kann jemand mal bitte einen Jesusfilm machen, bei dem man auch lacht? Denn bei allem Leiden, Gott hat Humor.

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Schon bei Jesu Tod, als es stundenlang dunkel war und die Erde bebte, sprangen Gräber auf und Onkel, Tanten und Großeltern, die längst verstorben waren, standen verwundert herum. Chaos, Verzweiflung, alle Hoffnung tot, die Stimmung muss grauenhaft gewesen sein, und mittendrin die Wiederauferstandenen, die sich ungläubig abtasteten. Und als Jesus auch wiederaufersteht, rollt ein mächtiger Engel den Grabstein vom Felsengrab und die Auferstandenen klopfen bei ihren Verwandten an die Tür, um mit ihnen Tee zu trinken. Jesus macht es mit seinen Jüngern genauso, uns sie flippen völlig aus. Noch schwerer zu verstehen, dass alle Hoffnung tot ist, ist, dass nach dem Tod neues Leben wartet. Kein Wunder, dass der Grundzweifel am Glauben Christi Auferstehung ist als transzendierter Mensch. Aber ohne die gäb’s keinen Glauben.

Zu sterben ist zu leben. Fand ich schon immer einen nervigen Satz. Dann wurde ich vor Jahren einmal so krank, kein Arzt schien mir helfen zu können, und irgendwo in meinem Innern gab ich auf. Etwas in mir starb. Ambition, Stolz, Ehre, Ansehen, Ego, Trotz. Vor allem starb in mir der ständig rauchende, machende, nie sich festlegen wollende Ungläubige.

Und jetzt wieder, an meinem Geburtstag, denke ich, was muss ich, was müssen wir eigentlich hinter uns lassen? Ich bin ja kein Deut anders als andere. Was müssen wir sterben lassen, damit wir leben können? Schade, dass das kein Schulfach ist, weil es uns auf diese schwierigen Momente im Leben vorbereiten könnte. 10 Klasse Lebenskunde, Projekt Sterben. Die Eltern wären beunruhigt, aber die Schüler hätten einen mystischeren Ausblick aufs Leben. Und vielleicht eine größere Gelassenheit,

IMG_4526Für viele meiner geflüchteten Freunde ist das Sterben ein großes Thema, weil die Welt, die sie verlassen mussten, vergangen ist. Oder weil sie elendig vergeht und stirbt, wie so viel in der Welt, das nicht für die Ewigkeit gebaut wurde. Nur was soll man zurücklassen? Syrien zerbombt. Afghanistan und Somalia unter Terrorherrschaft. Woran soll man sich festhalten, wenn die Heimat verloren scheint? Darf man das alte Leben loslassen, oder eben gerade nicht, weil es so wenig zu halten gibt. Das ist, glaube ich, der größte Kampf unserer geflüchteten Freunde: sie müssen das Alte loslassen. Und so nett wir sie auch hier aufnehmen, die Fremde ist erstmal kein Halt.

An meinem Geburtstag fahren mich ein Freund und sein schweigsamer Cousin in die jordanische Halbwüste und kochen mir Tee auf einem Lagerfeuer. Wir trinken starken, süssen Tee, es regnet leicht, bunte Raupen klettern an vereinzelten Grashalmen hoch. Über jahrtausende gekippte Gesteinsschichten ziehen Bahnen durch braunen Hügeln als wären sie Jupiterringe. Im Dunst in der Ferne Felder, eine Stadt, ein See. Wir sitzen hoch über der Welt, Himmel auf gewölbter Erde, eine antike Landschaft, in die auch Jesus sich schon zurückgezogen hat, um aufzutanken.

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Wieder stirbt etwas. Ich verstehe die Wüstenväter zum erstenmal, ein wenig. Der Rückzug aus der Welt, in die Stille, Gottesnähe. Ich verstehe die Wüste zum ersten Mal als kreativen Ort. Nicht um mich zu finden. Ich bin hier. Aber um das zu finden, was Gott in mir angelegt hat, vor langer Zeit. Was da noch schlummert als Schmetterling, während dieser Teil des Lebens sich langsam verpuppt.

Da ist erstmal keine tiefe Erkenntnis auf dem Hügel, im Regen, mit heissem Tee vom Feuer. Nur dass ich nackt bin. Nackt in der schroffen, großen Einöde, winzig, die Kleider nass, keine Ablenkung, nur rauhe Schöpfung. Es ist schön.

Es heisst, im Alter, oder Älterwerden, wird man endlich man selbst. Vielleicht ist das so. Dabei lerne ich von meinen Freunden, die geflohen sind. Ich kann nicht zurückkehren zu dem, was vergangen ist. Ich muss es aber nicht vergessen, denn es war ein wichtiger Teil meines Wegs. Auch die Menschen auf meinem Weg, sie sind kostbar, diese Begegnungen, gut oder schlecht, sie vergehen nie. Mit ihnen sind wir geworden, wer wir sind. Sterben heisst also nicht vergessen, sondern nur loslassen. Das Temporäre, so schön es war, es darf gehen, denn das Neue, wie der Frühling, der immer wieder kommt, braucht Platz.

Es ist eine verrückte Erfahrung, gerade bei meiner zweiten Reise in den nahen Osten, wo so viel alter Konflikt, Hass und sich Behaupten müssen ist. Gerade hier erfahre ich wieder, dass ich mich vor der Dunkelheit des Todes nicht fürchten muss. Ich kann loslassen. Wir können loslassen.

In der Zeit war eine schöne Geschichte übers Lassen (Arbeiten, Ehrgeiz, Renovieren). Und das werde ich jetzt auch lernen als Macher, als Trunkener dieser Welt, der im Rausch immer etwas Neues schaffen will: Ich kann loslassen.

Arbeit, Ruhm, Anerkennung, Jemand sein, Geld, Schaffen. Eitelkeiten. Auf dem schroffen Berg da oben ist nichts davon, und doch bin ich, bin ich genauso. Da ist nichts falsch am Arbeiten, Verdienen, Anerkannt werden, Schaffen, nur, es ist zweitrangig.

Und so denke ich auch dass wir in Europa loslassen können. Es wird nie wieder so sein wie zuvor, und es ist gut so. Menschen strömen zu uns, die Hoffnung haben und den Tod überwinden. Menschen, die eine mystische Erfahrung machen, die der Wiederauferstehung. Und es ist Gottes kostbarer Humor, dass ausgerechnet die, denen wir zu helfen glauben, die Geburtshelfer unserer neuen mystischen Glaubenserfahrung sind.

Ich frage mich was für eine Art von Schmetterling da kommen wird, aus der Raupe, die auf ihrem Grashalm da im Wind hin-und herschwankt.

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The Caterpillar and the blade of grass

One of the most terrible journeys is into one’s own death. And sometimes you have to take it to live, like the caterpillar has to become a cocoon to ascend as a butterfly into the air.

For the first time for many years my birthday was on Easter, this time even on Saturday at Easter. Easter with Jesus instead with rabbits, we all know that by now after even a supermarket chain in Germany explained the death and resurrection of Jesus Christ to its customers. I even watched David Cameron tell the British people of the obligation to stand up for the persecuted Christians in the world as a Christian country. Wow, and all that at the mystical Easter! My heart is making summersaults. Maybe Germans soon meet at Sufi parties to dance in circles. And imagine some ecstatic would sing like the imams from the towers, singing of the beauty of God. In recent months I heard them in Tel Aviv, Istanbul, Amman, and I loved how the cities were filled with their holy, gentle singing. People stopped and listened, birds fell silent, the eyes turned towards the sky, and everything around you seemed saturated with profound meaning. God’s presence is in beautiful songs.

Loops of storytelling. Back to Easter. My birthday was on the Saturday between Good Friday and Easter Sunday, when the body of Jesus was dead, but his Spirit told the good news in the realm of the dead, before he was resurrected again on Sunday. Imagine that, souls dozing like pensioners in a nursing home, in comes a young man, clapping into his hands “Listen everybody! Life goes on! Youth comes, heaven on earth!” Imagine the commotion! Could anyone make a Jesus film please, that is also funny? Because in all the suffering with us, God has great humor.

When Jesus died it was dark for hours and the earth shook. And some dead jumped up from their graves. Uncles, aunts and grandparents, who were long dead, stood in amazement in their resurrection. Around them chaos, despair, all hope seemed dead, the mood must have been terrible. And then Jesus also was resurrected, a mighty angel rolled the rock from the grave and the party of the resurrected knocked at their friends and relatives to drink tea with them. When the resurrected Jesus met his disciples, they freaked out completely.

Even more difficult to understand than that all hope is dead, seems to be, that after death, there is new life. That is why the biggest doubt about the Christian faith is around the resurrection of Christ as a transcended human being. But without, there’d be no faith.

To die is to live. I found that always an annoying phrase. But then, years ago, I was very sick, and no doctor seemed to be able to help me. Somewhere inside me I gave up. Something in me died. Ambition, pride, reputation, ego. And with it the constantly smoking, overactive doing, never satisfied and always doubting unbeliever.

And here again, on my birthday, I wonder what I need to leave behind? I am no different from others. We all have to ask ourselves: What in us has to die, so we can live? Too bad that this is not a subject in all schools, it could prepare humankind for difficult moments in life. 10th Grade Life Skills, Project: Dying. Parents would be alarmed, but the students would have a mystical outlook on life. And perhaps a greater serenity.

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For many of my refugee friends dying is a big issue because the world that they had to leave, has passed. Or because it still passes miserably and is dying, like so much in the world that was not built to last. But what of your biography can you leave behind ? Syria bombed. Afghanistan and Somalia under a reign of terror. What can we hold onto, if home seems lost? Can we let go of the old life, or can’t we? Because there is so little to hold onto. That is, I think, the biggest fight of our refugee friends: they have to let go of the old. And as much as we receive them in our countries with love, what do they really have to hold on in a foreign country?

On my birthday a friend and his quiet cousin drove me into the Jordanian semidesert and cooked me some tea on a small fire. We drank strong, sweet tea, it was slightly raining and colourful caterpillars climbed some grass stalks. Over millennia rock layers had been tilted to form paths through brown hills as if they were Jupiter’s rings. In haze in the distance there were fields, a city, a lake. We sat high above the world, closer to heaven on an earthy hilltop, an ancient landscape, in which Jesus had already withdrawn to refuel.

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Again, something has to die in my. I do understand the Desert Fathers for the first time, just a little. The withdrawal from the world, in silence, God’s nearness. I understand the desert for the first time as a creative place. Not to find me. I’m here. But to find what God has created in me a long time ago. What still lies dormant in me like a butterfly, while the now old part of life is slowly turning into a cocoon.

There was no deep revelation on the hilltop, in the rain, with hot tea by the fire. Only the realisation that I’m naked. Naked in the rugged, plain desert, me tiny, my clothes wet, no distractions, just rough creation. And it felt good.

It is said that in becoming older, you finally become yourself. Maybe it’s true. I am learning so much from my friends who have fled. That I can not return to what has passed. That I must not forget it, but that it was an important part of my journey. And all the people along the my way, they are precious, all encounters, good or bad, they will never pass. With these encounters we have become who we are. So dying means not to forget, but just to let go. The temporary, so beautiful as it was, it must go, because the new, like spring, needs some space.

It’s a crazy experience, especially at my second trip to the Middle East, where so much old conflict, hatred and selfrighteousnes cripples daily life. Here in the Middle East I can learn again not to fear death. The death of the old. I can let go. We can let go.

In the ZEIT was a beautiful story about letting go (work, ambition, renovating …) I’m going to learn as a doer, as a drunkard of the world, as a noisy creator of things new: that I can let go.

Work, fame, recognition, to be someone, wealth. Vanities. On the rugged mountains up there is nothing of that, and yet I am. I am. Nothing wrong with work, recognition, achieving, enjoying a worldly life, but all that is just secondary.

And Europe. We can let go. It will never be the same again, and it is a good thing. People flee to us who have hope and who overcome death. Many refugees make a mystical experience on their journey, and starting new lives, they know their bit about resurrection. And then it is also God’s precious humor, that of all those whom we believe we have to help, are the midwives of our new mystical experience of the Divine.

I wonder what kind of butterfly there is to come from the caterpillar, swaying gently in the wind on it’s blade of grass.

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